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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

With A Little Help From My Friends

Bibi Ghost

Auf ihrer Fashion-Week-Party „After Tea“ in Kopenhagen hat Bibi Ghost Henrik Vibskov, das bulgarische Duo Sunny Beach Happy Slap Mardi Gras und die Schuhdesigner Shoe The Bear dazu bringen können, die Partymeute mit 90er-Jahre-Euro-Trash aufzumischen.
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Auf ihrer Fashion-Week-Party „After Tea“ in Kopenhagen hat Bibi Ghost Henrik Vibskov, das bulgarische Duo Sunny Beach Happy Slap Mardi Gras und die Schuhdesigner Shoe The Bear dazu bringen können, die Partymeute mit 90er-Jahre-Euro-Trash aufzumischen.

Der Gedanke hinter diesem DJ-Battle spiegelt die Grundidee des dänischen Labels schön wider: Es geht vor allem um den Spaß am Ideenaustausch, die realisierten Projekte sind letztlich immer eher zufällig Mode. Dazu passt, dass die Designerin lieber nicht im narzisstischen Alleingang kreiert, sondern in Kooperation mit Musikern, Architekten und Künstlern – wovon ja auch der Labelname spricht: Das Ghost steht für das unsichtbare Team hinter ihrem Label, das Bibi ist lediglich der Anfang ihres nicht unkomplizierten Namens Bibi Vogelia Gadix Lowe, den sie der Kombination aus einem in Jamaika geborenen, chinesischstämmigen Vater und der dänischen Mutter verdankt.


Ihre aktuelle Kollektion hat Bibi gemeinsam mit Sara Sachs vom Label Moonspoon Saloon, dem Architekten Morten Engel und der Fotografin Sophie Kalckar zur größeren Inszenierung einer Geschichte werden lassen. Dementsprechend extravagant muten auch die Fashion-Shows von Bibi Ghost an: Bei der letzten Kollektion liefen die Models auf dem Catwalk um einen riesigen, mit vielen Sahnetorten gedeckten Tisch herum und trugen dabei überdimensionale Papp-Zylinder. Mit Performances dieser Art tänzeln Bibi und ihre Gang leicht und locker am angestrengten Purismus der Konkurrenz vorbei – ohne dass das wirklich für sie zählt, wichtiger ist der eigene Weg: „Ich sehe das als Experiment. Niemand sollte Angst haben, Arbeiten und Ideen zu verwirklichen. Wenn es nötig ist, kann ich sehr ernst werden, aber jedes Mal, wenn ich denke, dass ich nicht genug Spaß habe, überdenke ich das, was ich tue, und versuche eine andere Herangehensweise zu finden. Das ist gut, oder?!“ Und ob. Auch die britische Vogue ist schon ihrer Fun-statt-Ellenbogen-Attitüde erlegen und hat sie groß gefeaturt.

www.bibighost.com