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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

E-Book und E-Reader: Die Zukunft der Bücher?

Web 2.0 und so...

Wie sieht die Zukunft der Bücher aus? Wie die der Zeitungen und Magazine? Wie ist es generell um das gedruckte Wort bestellt? Eine kleine Bestandsaufnahme von Moritz Sauer.
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Wie sieht die Zukunft der Bücher aus? Wie die der Zeitungen und Magazine? Wie ist es generell um das gedruckte Wort bestellt? Eine kleine Bestandsaufnahme unseres Kolumnisten mo..


Die Möglichkeiten, mit denen man heute Magazine, Bücher und Artikel generell produziert und verbreitet, haben sich enorm geändert - Stichwort Koopeartion im Internet. Der Web 2.0-Soziologe Clay Shirky analysierte kürzlich in seinem Essay "Newspapers And Thinking The Unthinkable", wie sich der Zeitschriften- und Zeitungsmarkt ändert.

Und meinte zusammengefasst - und ich lege ihm das jetzt in den Mund: "Keine Ahnung, wie sich der Markt entwickeln wird. Er ist im Umbruch, keine Frage. Wir befinden uns derzeit in einer Umbruchphase und man muss probieren und studieren und schauen."

E-Book-Reader: Tragbar, flexibel und bunt

Mit der zunehmenden Entwicklung von tragbaren, flexiblen und erschwinglichen E-Readern zittert jetzt auch zwangsweise eine Branche, die sich für unantastbar gehalten hat. Huch, und es gibt mittlerweile auch "E-Book Reader mit Farb-Touchscreen", wie den Fujitsu FLEPia. Und anstatt aus Fehlern zu lernen, versucht es die Buchbranche auch erst einmal mit DRM-geschützten Inhalten. Denn, wie Welt.de berichtet, startet der "Angriff der E-Book-Piraten".

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E-Book-Plattformen, Futter für den E-Reader und die richtige Software
Der in Amerika wohl populärste eBook-Reader namens Kindle 2 versucht auch Bücher und Inhalte per Schutzmechanismus zu reglementieren. Nur "knackte" kürzlich Jesse Vincent den Kindle 2 und ermöglicht mit seinem Freeware Programm Savory den Upload von eigenen PDFs. Wo die herkommen, ist eine andere Sache... Vielleicht von scribd.com? Da soll's auch schon Copyright-geschütztes E-Book-Material geben. Frau Rowling kämpft schon gegen die Plattform. Ach und allen Zweiflern zum Trotz, schlussfolgerte Usability-Guru in einem Kindle 2-Selbsttest letztens:

"My reading speed was exactly the same (less than 0.5% difference), measured in words per minute. "


Und Jakob Nielsen ist wirklich ein kritischer und nörgelnder Zeitgenosse. Gleichzeitig setzt sich Adobe mit Lexcycle zusammen. Lexcycle ist die Firma hinter der populären Stanza E-Book Anwendung. Gemeinsam wollen beide Firmen an einem Open E-Book Catalog Standard arbeiten. Der basiert auf XML und wäre dann von sämtlicher Software und sämtlichen Geräten lesbar. Als Ausgangspunkt dient das Atom-XML-Protokoll, das dem RSS-Format ähnelt. Was sagen uns diese Entwicklungen? E-Book-Reader sind auf dem Vormarsch. Definitiv und unaufhaltsam und ich schmunzle jetzt schon darüber, dass die Buchbranche über DRM-Ideen brütet. Leute lasst es! Bringt nichts!


Moritz "mo." Sauer ist Musikliebhaber und Internet-Addict mit Herz und Seele. Als freier Journalist und Buchautor betreut der Kölner sein eigenes Netzkultur-MP3-Magazin Phlow. Für intro.de berichtet mo. regelmäßig über neue Web-Trends. Die gesammelten Kolumnen von mo. findet ihr unter
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