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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Unperfekte Soundästhethik

VIMES über Smartphones

Azhar Syed und Julian Stetter alias Vimes haben nicht nur hiesige Bühnen bespielt, sondern bereisten beispielsweise als Hot-Chip-Support-Act auch Südamerika. Im Februar erscheint nun endlich ihr Debüt »Nights In Limbo«. Hier verraten uns die Kölner ihr liebstes Technikspielzeug. 
Geschrieben am
Obwohl unser Studio durchaus ein Ort ist, an dem viele spannende Geräte stehen, heißt das natürlich noch lange nicht, dass man dort automatisch kreativ ist. Oft haben wir die meisten Ideen, wenn wir nicht von all dem Equipment umgeben sind. Deshalb sind Smartphones unsere liebsten kreativen Werkzeuge. Kurz eine Melodie einsummen oder ein bestimmtes Drum-Pattern einklopfen? Alles kein Problem. Die eingebauten Mikrofone sind zwar mono, aber qualitativ mittlerweile recht hochwertig; Alltags- und Umgebungsgeräusche lassen sich gut aufnehmen und haben dabei immer einen gewissen Charme. Es ist genau diese Soundästhetik, die uns interessiert. Die unperfekte Aufnahme, die dafür den umso perfekteren Moment einfängt. Darüber hinaus finden wir die Klangästhetik verschiedener Orte sehr spannend – eine Kleinstadt irgendwo im deutschen Hinterland klingt eben ganz anders als Mexico City. Das Material lässt sich nach der Bearbeitung sehr gut in unsere Tracks integrieren. So basiert die rhythmische Struktur eines ganzen Tracks auf unserem Album auf einem Loop, der aus Regen gesampelt wurde. Optimistisch gesprochen: Wir werden wohl immer inspiriert sein, solange wir unsere Umgebung akustisch wertschätzen.  

VIMES

Nights in Limbo

Release: 12.02.2016

℗ 2016 Humming Records