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Nutzer in Aufruhr

Soundcloud in Bedrängnis

Es brodelt bereits seit geraumer Zeit in der Community, nun scheint es aber wirklich brenzlig für Soundcloud zu werden: Immer mehr Künstler erhalten Abmahnungen für vermeintliche Urheberrechtsverletzungen, die im wiederholten Falle komplette Schließungen der jeweiligen Accounts nach sich ziehen.
Geschrieben am
Soundcloud steht mit dem Rücken an der Wand. Auf der einen Seite drängen diverse Majors aktuell immer hartnäckiger auf eine harte Linie bezüglich der Ahndung potentieller Urheberrechtsverletzungen – auf der anderen Seite werden nun plötzlich die Künstler getroffen, die die Plattform mit ihrem offenen Verständnis von Remix- ,Sample-, und Mash-Up-Kultur überhaupt erst groß gemacht haben. Um zu spüren, dass viele davon langsam genug haben, muss man gar nicht mal groß recherchieren. Wer die entsprechende Filter-Blase um sich herum gezogen hat, den erreicht der Ärger der Community auch direkt über die Feeds der sozialen Netzwerke. Kostprobe gefällig?
Der Unmut diverser Labels und Künstler ist völlig nachvollziehbar – wer derart angepisst ist, dass er freiwillig auf teilweise enorme Reichweiten verzichtet, muss schon einen guten Grund dafür haben. Gleichzeitig stellt sich aber auch die Frage, was denn eigentlich nach Soundcloud kommen soll? Dass sich eine derart umfangreiche und qualitativ hochwertige Community auf einen einzigen Dienst einigt, kommt schließlich nicht alle Tage vor. Denn so praktisch artverwandte Plattformen wie Bandcamp, Mixcloud oder Hype Machine auch sein mögen – keiner dieser Anlaufstellen bietet am Ende die von Usern selbst generierte Tiefe an Content, wie sie eben auf Soundcloud zu finden ist. Dass aber irgendein findiges Start-Up die Nische besetzt, die Soundcloud bei einer drastischen Zuspitzung der Situation hinterlassen könnte, dürfte dagegen eher unwahrscheinlich, wenn auch nicht gänzlich unmöglich sein. Konsens entsteht durch Qualität. So war es stets bei Soundcloud und so könnte es natürlich auch anders wo aufgehen.