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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Tasche auf, Zollkontrolle!

Im Koffer von Ellen Allien

Auf Open Airs wird immer gefeiert und gerockt. Gummistiefel, Sonnencreme, Schlafsack und Sonnenbrille sind die wichtigsten Bestandteile des Festivalgepäcks. Ellen Allien verrät uns, worauf sie sich beim Melt! Festival sonst noch freut.
Geschrieben am
Mir wurde verraten, dass ich die einzige DJane bin, die zu jedem Melt! gebucht worden ist. Kontinuität - das liebe ich. So kann ich mich mehr auf die Events freuen, da ich die Erinnerungen an die letzten Male wieder abrufen kann. Das ist sehr wichtig, wenn man reizüberflutet ständig von einem Ort zum anderen reist. Es entsteht dadurch eine andere emotionale Ebene für mich. Ich bin mehr dabei, fast schwebt noch was von der Ellen der letzten Male herum. Außerdem ist es sehr interessant zu beobachten, wie sich die Events über die Jahre entwickeln, verändern –und das ist mein Hobby.

Melt! ist für mich aber nicht nur Open Air Event, sondern auch ein Plattenladen in Berlin und ein Clubabend in der Pfefferbank. Melt! als Open Air sehe ich dann als wichtigen Bestand der deutschen Tanzbewegung, wie alle Events im Osten. Die haben noch so was Ursprüngliches, es gibt so unglaublich viele gute Locations. Das Beste am Melt! ist auch die Verknüpfung aller möglichen Sounds – nicht nur Elektronika, auch viel Indie kann man auf dem Line-up finden. Ich höre zu Hause ja auch nicht den ganzen Tag Techno. Deswegen hat man neben dem Ravepublikum auch die Leute da, die man sonst eher selten in den Clubs sieht, wo ich spiele. Der rege Austausch zwischen allen Sounds und Styles ist für mich –und bestimmt auch alle anderen –extrem wichtig. Melt! als Open Air Open Airs machen Spaß, da die Decke über dem Kopf der Himmel ist und man den Wetterverhältnissen ausgesetzt bist. Man hat keine Kontrolle darüber, kann nicht einfach den Lichtschalter betätigen. Und Musik im Freien ist doch immer am schönsten. Der Himmel als Kulisse. Außerdem fallen die Mauern weg, du kannst dich in jede Richtung bewegen, und wenn du dann ans Wasser gelangst einfach Reinspringen. Natürlich muss ich immer aufpassen, mich mit Sonnencreme voll zu klatschen, da mein Teint ja eher weiß ist und es auch so bleiben soll.

Auf Open Airs wird immer extrem gefeiert und gerockt – Gummistiefel, Sonnencreme, Schlafsack, Sonnenbrille und nur gute Laune sind im Gepäck. Leider muss ich mich dann immer sehr zurückhalten mit dem Spaßhaben, bevor ich auflege, damit ich noch gut spiele. Aber auf Open Airs haben eigentlich immer alle gute Laune, das steckt an.