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5 Dinge, die du über den Deal wissen musst

Facebook schluckt WhatsApp

Die Gerüchte existieren seit geraumer Zeit, doch nun ist es amtlich: Facebook übernimmt den Messenger-Dienst WhatsApp für satte 16 Milliarden Dollar. Das Wichtigste auf einen Blick.
Geschrieben am

1. Warum wird dem Geschäft eine derartige Tragweite zugemessen?
Hier spielt vor allem das astronomische Volumen von 16 bis zu 19 Milliarden Dollar eine entscheidende Rolle, von dem satte vier Milliarden in bar und zwölf Milliarden in Aktien gezahlt werden. Weitere drei Milliarden stehen als Option im Raum. Zum Vergleich: Für Instagram zahlte Facebook seinerzeit »gerade mal« eine Milliarde. Damit darf Facebook die größte Übernahme eines durch Risikokapital finanzierten Unternehmens aller Zeiten für sich verbuchen.

2. Warum hat Facebook ein derartiges Interesse an dem Dienst?
Über die Motivation des Deals wird aktuell viel spekuliert. Naheliegend sind die gescheiterten Ambitionen des Unternehmens im Messenger-Segment: Der eigene Dienst läuft nur schleppend, bei Snapchat blitzte Facebook im vergangenen Jahr trotz eines Angebots über drei Milliarden Dollar ab. Andere wittern mit Blick auf die surrale Summe gar eine Machtdemonstration. Frei nach dem Motto: Wer uns im Weg ist, wird aufgekauft.

 

3. Warum hat sich WhatsApp auf den Deal eingelassen?
Auch darüber lässt sich nur spekulieren. Schenkt man dem öffentlichen Statement von WhatsApp-Mitgründer Jan Koum glauben, dann soll mit dem Geschäft die Flexibilität und das Wachstum des Unternehmens gesichert werden, um dem Entwickler-Team die Möglichkeit zu geben, noch fokussierter an der Weiterentwicklung der Software zu arbeiten.

 

4. Warum wird die Übernahme vielerorts so kritisch gesehen?
Mit dem Kauf von WhatsApp könnte die Unabhängigkeit des Dienstes schwinden, die Macht konzentriert sich in einem weiteren Segment wieder einmal bei einem der großen Protagonisten - und zwar ganz einfach, weil sie es sich leisten können. Die Gegenfinanzierung des Geschäfts dürfte auch bei Experten einige Fragezeichen hinterlassen, mit der jährlichen Nutzungsgebühr von 89 Cent dürfte der Deal nämlich kaum zu tragen sein. Die bislang werbefreie App zu vermarkten dürfte ebenfalls keine Option sein, da die fehlende Werbung für viele der 450 Millionen User ein ausschlaggebender Punkt für der Nutzung von WhatsApp ist.  

 

5. Was ändert sich für WhatsApp-Nutzer?
Laut Mitgründer Jan Koum ändert sich für den Nutzer gar nichts. In besagtem Eintrag auf dem offiziellen WhatsApp-Blog verkündet er folgendes:

 

»WhatsApp will remain autonomous and operate independently. You can continue to enjoy the service for a nominal fee. You can continue to use WhatsApp no matter where in the world you are, or what smartphone you’re using. And you can still count on absolutely no ads interrupting your communication. There would have been no partnership between our two companies if we had to compromise on the core principles that will always define our company, our vision and our product.«