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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Schon seit Ewigkeiten Mode

Heute: Der Parka

Parka – das Wort stammt aus der Sprache der Inuit und bedeutet „Hitze“. Warum, wurde mir klar, als ich in Tuktoyaktuk in der Kugmallit Bay spazieren ging, bei wohlgemerkt minus 45 Grad.
Geschrieben am

Eingepackt in hochfunktionelle Thermokleidung, das Michelin-Männchen hätte neben mir schlank gewirkt. Ein junger Einheimischer kam auf seinem Ski-doo zur Begrüßung angebraust. Er trug seinen Parka – offen! Darunter ein gewöhnliches dünnes Baumwollhemd, die ersten drei Knöpfe – offen! Ihm war wohl heiß. Tatsächlich hat der Parka in dieser menschenfeindlichen Region der Erde seinen Ursprung. Seither hat die Jäger-und-Sammler-Kutte einen langen Weg durch die Geschichte der Mode zurückgelegt.

Auf dieser Reise mutierte der kojotenfellbesetzte Kapuzenrand zum Webpelz, bemächtigten sich die Armeen dieser Welt des Kleidungsstücks. In den 60er-Jahren schützten britische Mods mit dem Parka ihre sauteuren Designerklamotten, wenn sie auf ihren Lambrettas zur Randale nach Brighton knatterten. Hierzulande hüllten sich „Ho-Chi-Min“-Demonstranten in die ausgemusterten Army-Bestände. Und heute? Stöckeln junge Damen jeden Alters darin eingewickelt zum Sale-Shopping. Und wer was auf sich hält, leistet sich inzwischen den Original Arctic Parka von Woolrich. Denn was würde sich besser eignen für Expeditionen durchs winterkalte Nachtleben unserer Großstädte?

Was ist noch seit Ewigkeiten in Mode? Mehr dazu in unserer monatlichen Mode-Kolumne unter www.intro.de/spezial/seitewigkeiten.