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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Dieses Handy gönnt dir ein wenig Ruhe

Das Light Phone

In Zeiten der um sich greifenden Smartness entdecken die Leute plötzlich wieder die Vorzüge ihrer ausrangierten »Dumbphones«: Robuste Verarbeitung, langlebige Akkulaufzeit und günstig zu ersetzen. Die Macher des Light Phones denken diesen Trend konsequent weiter und präsentieren auf Kickstarter eine ultra-miniamlistisches Mobiltelefon in Kreditkartengröße.
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Mit dem bewussten »ausstöpseln« ist es heutzutage ja so eine Sache. Einfach mal für ein paar Tage kein Internet, keine Mails, kein Twitter und auch kein Instagram – das nehmen sich viele für die freien Tage vor, klar. Doch mit dem Smartphone in der Tasche ist das bekanntlich leichter gesagt als getan. Ehe man sich versieht, bettelt schon wieder die erste Pushmeldung irgendeiner beliebigen App um Aufmerksamkeit und abgerichtet wie wir nunmal sind, siegt natürlich innerhalb weniger Sekunden die Neugierde. Könnte ja was »wichtiges« sein. Die Behelfslösung kommt dementsprechend häufig in Form irgendeines geschundenen Motorola-Klapphandys aus irgendwelchen unaufgeräumten Schrankschubladen und hört seit einiger Zeit auf den charmanten Neologismus »Dumbphone«.
Das New Yorker Start-Up Light hat diese improvisierte Praxis konsequent weiter entwickelt und präsentiert mit dem Light Phone ein auf das Allernötigste reduziertes Handy mit den Maßen einer einfachen Kreditkarte. Das Telefon verfügt lediglich über ein LED-Display und ein Tastenfeld, soll bis zu 20 Tage ohne Ladegerät auskommen und bekommt per App gewünschte Anrufe auf das gekoppelte Smartphone weitergeleitet. Die mitausgelieferte SIM-Karte inklusive 500 Freiminuten nutzt hierzulande natürlich niemanden und auch der Preis von rund 100 $ überschreitet natürlich locker den Kostenpunkt jedes gebrauchten »One Touch Easy«-Modells. Dafür sieht das Light Phone besser aus und passt in so ziemlich jedes Portemonnaie. Aktuell gilt es für die Crowdfunding-Kampagne allerdings noch einige Meter zu machen. Rund 50% des Ziels (200.000 $) wurden mittlerweile reingeholt – die Auslieferung des Telefons erfolgt dementsprechend erst im nächsten Jahr.