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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Westbam

Bodycheck

Westfalia Bambaataa a.k.a. Westbam a.k.a. Maximilian Lenz ist Pionier. Er gehörte 1983 in Deutschland zu den ersten DJs, die ihre Plattenspieler als Musikinstrument begriffen, war Mitbegründer der Love Parade und der Mayday. Da kostete es ihn nur ein paar Anrufe, um für sein neues Album »Götterstrasse« Leute wie Iggy Pop, Lil Wayne, Kanye West, Richard Butler und Bernard Sumner vor das Mikro zu kriegen. Martin Riemann unterzog ihm dem Bodycheck.
Geschrieben am
Leber – Westbam raucht nicht, trinkt nur während der Arbeit und fährt gern mit dem Fahrrad. Deswegen habe er nach 30 Jahren Party noch »Leberwerte wie eine 15-jährige Jungfrau«.

Mund – Westbam sieht sich gern als Intellektueller unter den DJs. Tatsächlich ist er stets für ein Bonmot gut. Beispiel? Gerne: »Früher wurden internationale DJs eingeflogen und spielten für ein Berliner Publikum – heute leben 10.000 DJs in Berlin, und das Publikum wird eingeflogen.«

Hintern – Westbam schiebt seinen Hintern nur noch selten auf die Tanzfläche. Im berühmten Technoclub Berghain war er gar nur ein einziges Mal. Den hippen Stadtteil Neukölln hat er sich gar erst 2013 zum ersten Mal angeschaut.

Finger – Bei der ersten Love Parade brauchte Westbam nur einen Finger zum Auflegen. Die Musik kam damals noch von einer Kassette, die er vorher aufgenommen hatte.





Herz – Westbams Herz schlägt immer noch für Punk. So gab er kürzlich auf die Frage, welches Lied er im Falle eines Weltuntergangs gerne hören würde, ausgerechnet »Arthur The Gardener« von den Television Personalities an.

Haare – Westbam war nicht nur in Sachen DJ-ing und Techno ganz vorne. Er war in seiner Heimatstadt Münster auch einer der ersten Punks – Fotodokumente, was das hinsichtlich Haarstyling bedeutet, ließen sich leider nicht auftreiben. Damals nannte er sich noch Frank Xerox und spielte Bass und Gitarre in Punkbands mit schönen Namen wie Anormal Null und Kriegsschauplatz. Erstere spielten sogar mal einen Gig mit den Einstürzenden Neubauten.
Kappe – Westbam zeigt sich selten ohne seine charakteristische Baseballcap. Sonst würde man ihn wahrscheinlich auch gar nicht erkennen.

Klamotten – Westbams Stil ist eher casual. Zu Zeiten seines Hits »Beatbox Rocker« bewies der »Technopapst« allerdings, wie gut ihm eine Soutane (besser bekannt als das Gewand der Mönche) steht. Schade, dass sich der Style in der Szene nicht durchsetzen konnte.