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Faire Stücke für »fette Mädchen«

Beth Ditto macht Mode

Modisch war sie ja schon immer, nur dass auch eine Designerin in ihr steckt, wusste man bislang noch nicht: Gossip-Frontfrau Beth Ditto bringt ihre erste, eigene Kleidungslinie auf den Markt.
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Beth Ditto wurde schon von Designern wie Vivienne Westwood eingekleidet und von Karl Lagerfeld zur Muse auserkoren (auch wenn sie ihn nach seiner Pöbelei gegen »Pummel«-Adele später als » abgemagerten, älteren Herrn« abfrühstückte). Doch offensichtlich hat die Dame keine Lust mehr darauf, ihr Outfit-Glück anderen zu überlassen. »Stylisten hüllen mich in Laken und Designer schicken mir Oversize-Stücke, die für dünne Menschen gedacht sind und Armausschnitte für Size Zero haben«, beschreibt Ditto ihr Textildilemma und fragt »Wo sind die modischen Klamotten für fette Mädchen, die keine Einzelanfertigungen sind?« Ihre Antwort: selber machen!
Deswegen hat die Gossip-Sängerin jetzt ihre eigene Bekleidungslinie herausgebracht, die schlicht nach ihr benannt ist. Die erste Kollektion ist genauso bunt und laut wie Beth Ditto selbst: sehr körpernah geschnittene Etuikleider mit Wickeldetail im Taillenbereich und plakativem Lipstick-Print, skulptural fallende Jumpsuits aus schimmerndem, leicht transparentem Lamé, lockere Oversize-Shirts mit afrikanisch-anmutenden Mustern sollen die Silhouette nicht verstecken, sondern sie betonen – be body positive! 

Beth Ditto will aber nicht nur, dass ihre Kundinnen mit ihren Klamotten und Körpern glücklich sind, sondern auch die Menschen, die in die Produktion der Kollektion involviert sind: »Ich wollte Stücke machen, die Jahre halten. Unabhängig von Trend, jenseits der großen Modeketten. Ethisch korrekt produziert in den USA, als kleine Firma ohne ein großes Unternehmen dahinter.« Das hat natürlich auch seinen Preis: Zwischen 65 und 395 Dollar kosten die Teile der Kollektion, die über den Online Shop bestellt werden können. Aber Achtung: Es wird aus den USA verschickt, deswegen können Zollgebühren anfallen.