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Ein Besuch beim Launch der neuen #LoveMyHood Kollaboration

BENCH x RUDIMENTAL

Nachdem das Streetwear-Label Bench Sängerin Jess Glynne für die erste Kollektion ihrer #LoveMyHood-Kampagne gewinnen konnte, geht es jetzt ebenso glanzvoll weiter: Gemeinsam mit den Ostlondoner Drum'n'Bass-Helden Rudimental launchte Bench die Fortsetzung dieser Modereihe und feierte dies gebührend in der Domäne der Hackney-Natives.
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Die NT's Bar, eine lauschige Location im Dachgeschoss eines alten Backsteingebäudes, befindet sich am Saum der Kreativ-Hochburg der englischen Hauptstadt, dem Nordosten Londons. Journalisten, Blogger und Streetstyle-Begeisterte haben sich dort versammelt, um gemeinsam mit der Band Rudimental auf den Launch der Herbst/Winter 2016 Kollektion des britischen Kult-Labels Bench anzustoßen, das die vier Musiker als Botschafter ihrer #LoveMyHood Kampagne gewinnen konnte.   Der Stadtteil Hackney – mit Shoreditch, der Brick Lane und seinen unzähligen kleinen Studios, Ateliers und Märkten –  ist ein Ort, dem sein Ruf als kunst- und stilprägendes Fleckchen Erde vorauseilt. Dort liegen auch die Ursprünge von Rudimental, die sich seit dem Beginn ihrer Karriere im Jahr 2012 von Hackney aus als erfolgreicher Export in die ganze Welt hinaus erwiesen haben. Amir Amor,  DJ Locksmith, Kesi Dryden und Piers Aggets Musik ist Drum'n'Bass und Elektro versetzt mit allem, was der Schmelztiegel ihres Heimatviertels an Sounds zu bieten hat. »Melting pot, das sage ich ständig, aber es trifft eben wirklich zu,« sagt Piers. »Da sind verschiedene kulturelle Hintergründe, und wir sind eben auch vier völlig verschiedene Typen, die zusammen Musik machen.«  

Hierin findet die Band ihre Schnittstelle mit Bench. Das Hauptaugenmerk des Labels, so erzählen die Jungs, lag darauf, den Eastender-Vibe einzufangen. Laut Amir ist die Zusammenarbeit fast eine kosmische Fügung. »Es passt einfach, wir haben früher schon immer diese Kleidung getragen,« sagt er und DJ Locksmith fügt hinzu: »Als Band machst du dir ja schon Gedanken, wie das rüberkommt, so eine Marke zu vertreten. Aber sie liebten unsere Musik, und wollten sie im Vordergrund der Zusammenarbeit. Es ging darum, unsere Persönlichkeiten darin rüberzubringen.«  

Band und Brand scheinen sich gut miteinander zu amüsieren: Bench begleitete Rudimental jüngst auf ihrer Tour, filmte Backstage-Momente vor einer großen Show im Central Park in New York, und Anekdoten sind auch reichlich vorhanden: »Mir ist einmal eine von den Hosen auf der Bühne komplett runtergerutscht,« erinnert sich Piers. DJ Locksmith kann das übertrumpfen: bei einer besonders tollen Show entledigte er sich aller seiner Kleidung und schmiss sie ins Publikum. »Die Boxer hätte ich auch geworfen,« lacht er, »die waren aber leider nicht von Bench.« Die Designs, in denen an diesem Abend viele der Party-Gäste unterwegs sind, entspringen zum großen Teil den Vorlieben der Musiker und ihren individuellen Styles – eine lässige Bomberjacke hier, ein ausgehtaugliches Hemd dort, ganz nach Belieben.
Passenderweise ist die NT's Bar ebenfalls nicht bloß eine hippe Location: direkt über ihr befindet sich das Studio, in dem Rudimental viel Zeit verbracht und ihr Album »We The Generation« fertiggestellt haben, in einer entspannten Jam-Session mit Barbecue und Foto-Shoot. Die gleichnamige Single sei der Song, der den Patchwork-Charakter ihrer sozialen und musikalischen Wurzeln und deren Werdegang bebildert, erzählt die Band – etwas, dessen Funke in der neuen Bench-Kollektion rüberspringen soll. Bunt und individuell wird diese auch begangen: Rudimental wechseln sich am DJ-Pult ab; viele Gäste des Abends können sich über ein nach ihren Wünschen und Ideen bemaltes Bench-Logo-Shirt freuen und gefeiert wird bis tief in die Nacht.  

Was die Band weiter plant? Zurück ins Studio zu gehen und wieder all ihre persönlichen Komponenten und Einfälle in einen musikalischen Topf zu werfen, bis wieder ein »happy accident«, wie DJ Locksmith es nennt, passiert. Sie schreiben längst weiter an neuen Songs, schon seit ihr zweites Album »We The Generation« fertiggestellt worden ist. Die Ideen versiegen den jungen Londonern nicht. »It don't seem to stop,« sagen die Jungs dazu – beinahe auch das Motto für den 24h-Lifestyle der vier Energiebündel, den die gemeinsame Kollektion von Rudimental und Bench festhält. Kreative junge Leute also, die ungeachtet der Tag- oder Nachtzeit gemeinsam ihre Generation feiern, und dem gegenüber verlief das Launch-Event im NT's absolut gebührend– dem Hackney-Zauber widersteht man eben nicht so leicht.