×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Dieses Label feiert sein Online-Comeback

American Apparel ist zurück

Zwei Jahre nach Bekanntgabe der Insolvenz kehrt American Apparel mit neuem Onlineshop in den Handel zurück. (Bild: American Apparel)

Geschrieben am

Wenn man früher einen American Apparel-Store betreten hat, hatte man stets das Gefühl, in eine Zeitkapsel gefallen zu sein: Glänzende Spandex-Leggings und hautenge Bodys erinnerten eher an Outfits aus Jane Fonda-Aerobic-Videos. Doch gerade in Großstädten wie Berlin oder auch auf der Kölner Ehrenstraße hatte das amerikanische Label durchaus seine Anhängerschaft gefunden. Als die Marke im Jahr 2016 seine Insolvenz verkündete, dürfte das den ein oder anderen also durchaus getroffen haben. Soll es das wirklich gewesen sein? Wo kaufen wir denn jetzt unser Outfit für die nächste Mottoparty ein? Lange galt American Apparel als eines der Labels, das sich keinen Trends unterwirft und lieber mit seinen Achtziger- und Neunzigerjahre-Basics eine eigene Schiene fährt. Vielleicht war auch das ein Grund für das vorläufige Ende.

Umso größer die Überraschung, dass das Label nun doch seinen Weg zurück in den Handel gefunden hat. Fans des gepflegten Offline-Shoppings werden jedoch enttäuscht. Denn ab jetzt verkauft American Apparel ausschließlich über seinen Onlineshop. Der unverkennbare Look wurde jedoch beibehalten, wenn auch etwas braver als früher. Die Kritik an zu viel nackter Haut und der starken Sexualisierung seiner Models hat sich das Label bei seinem Relaunch wohl zu Herzen genommen. Die unkonventionellen Kampagnen im lässigen Nostalgie-Schick knüpfen aber trotzdem an vergangene Zeiten an. Wer die Seite besucht wird von einem herzlichen »We missed you« begrüßt. Und wenn ich durch das Sortiment an Highways-Jeans und trashigen Disco-Pants scrolle, denke ich insgeheim »We missed you too!«.