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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Berlin Fashion Week

10 Highlights von der Modewoche

Und da ist sie auch schon wieder rum, die Berliner Modewoche. Zahllose Messen, Modenschauen, Präsentationen und Showrooms haben um die Gunst der Besucher gebuhlt. Wir waren für euch vor Ort und haben unsere zehn Highlights zusammengetragen.
Geschrieben am
Bread & Butter Preview / Dandy Diary Party
Die Bread & Butter musste Ende 2014 Insolvenz anmelden und fast hätte sich die Modemesse nicht nur die Butter vom, sondern gleich auch das Brot wegnehmen lassen. 2015 fand dann statt einer regulären Trade Show nur noch eine Straßenmesse statt. Anfang des Jahres kam dann die frohe Botschaft: Zalando übernimmt das Zepter und sorgt mit ordentlich Man- und Moneypower für ein neues Konzept. In Kürze: Die Bread & Butter wird eine Consumer-Messe, also für jeden offen zugänglich, und findet nicht mehr parallel zur Fashion Week statt, sondern zum ersten Mal in diesem September und das mit ganz schön viel Tohuwabohu. Das wurde am Montagabend im SEZ verkündet und auf der anschließenden Dandy Diary Party ordentlich begossen. Aua!
Hien Le
Mit dem Defilee von Hien Le startete am Dienstag das Programm der Berliner Mode Salons im Kronprinzenpalais. In der wunderschönen Location direkt Unter den Linden nahmen die Gäste im Garten Platz und bestaunten die Entwürfe des in Loas geborenen Designers, der an der HTW in Berlin seinen Anschluss machte. Für den kommenden Frühling und Sommer mixt Le Sportwear-Einflüsse mit klassischem Tailoring. Die Farbpalette umfasst Weiß, Creme und ein leuchtendes Blau, gern auch als Streifen. Minimalistische Schnitte mit Layering-Effekten bestimmen die Looks für Männer und Frauen.
Malaika Raiss
Malaika Raiss macht Mode für Mädchen, aber solche, die schön und stark sind – und das sogar schon seit 2010 unter diesem Namen. Zarte Slipdresses in Pudertönen mit neonfarbenen Paspelierungen oder in Creme mit lustigen Comic-Patches werden solo getragen oder über kontrastierende Longsleeves gestylt. Weiß-weiß gestreifte, semitransparente Stoffe und Plissee trifft bei Malaika Raiss auf grobe Netz-Optiken. Besonders auffällig sind die großen Volantkragen, die wie Gürtel getragen werden.
Odeeh
Die ausgefallenste Location, die internationalste Kollektion, die begeistertsten Kritiker: Das deutsche Label Odeeh hat bei dieser Fashion Week seinen Anspruch auf die Pole Position am deutschen Modelhimmel erneut unterstrichen. Dabei kam die Kollektion von Otto Drögsler und Jörg Ehrlich, die in der Baustelle des neuen Berliner Stadtschlosses präsentiert wurde, ungewohnt sportlich daher. Dafür sorgten nicht nur die weite Hosen in 7/8-Länge, die mit breiten Stoffgürteln gebunden wurden, sondern auch die Fußbekleidung der Models: alle trugen handbemalte Adidas Superstars – ein toller Kontrast zu Polka-Dots, Flower-Prints und Rüschenkragen.
Seek/Bright
Panorama, Green Showroom, Ethical Fashion Show, Premium, Seek, Bright, Fashion Tech: Bei so vielen Messen muss man erst einmal durchblicken. Die schönsten und spannensten sind aber unbestreitbar Seek und Bright, die es sich und ihren Besuchern gemeinsam auf dem Arena-Gelände bequem gemacht haben. Zahllose lässige Sneaker-, Skate- und Streetwear-Brands präsentieren dort ihre Trends für den kommenden Frühling und Winter, darunter große Namen wie Asics, Kangaroos, DC, Alpha Industries, Reebok oder Nudie, aber auch viele feine, kleine Delikatessen gab es dort zu entdecken – sofern man sich von der sonnigen Strandbar und dem verführerischen Badeschiff lösen konnte.
Adidas Gazelle Launch
Nach Stan Smith und Superstar hat Adidas schon das nächste Revival in der Tasche, beziehungsweise an unseren Füßen: Die Gazelle ist zurück und zeigt sich farbenfroher denn je. Klar, dass Adidas das feiern muss und so lud man zur Blockparty und Vernissage. Vor Ort konnten sich die Gäste mit dem sleeken Schuh vertraut machen, Burger essen und Beats lauschen. Ein rundum gelungener Abend.
Vladimir Karaleev
Der Meister der unversäuberten Säume, Vladimir Karaleev, verzichtete in diesem Jahr auf eine klassische Runway-Show und zeigte seine Visionen für die kommende Sonnensaison in Form von einer Präsentation im Kronprinzenpalais. Zwei Hände voll ausgewählter Looks zeigen erneut, dass Karaleev wie kein zweiter versteht, Mode als fluiden Prozess zu begreifen: Alles wirkt wie lose gesteckt. Karierter Bouclé, cremefarbener Organza und leichte Wollwebstoffe werden in körperfernen, asymmetrischen Looks gelayert. Auch hier gesichtet: weiß-transparent gestreift it is!
Lala Berlin
Up in the sky! Leyla Piedayeshs Label Lala Berlin übt sich gern in Superlativen und so wurde die kommende Spring-17-Kollektion unter dem Motto » Hypnotic Nights« im 21. Stockwerk gezeigt. Genauer: in einem privaten Penthouse und auch nur im kleinen Kreis. Zu dem zählten natürlich eine Menge Promis wie Fritzi Haberlandt, Veronika Heilbrunner, Cathy Hummels, Heike Makatsch, Julia Malik, und, und, und. Die erfreuten sich an einem Mix aus Leo-Prints, roten Akzenten und Military-Jacken, am besten wild gelayert und gemixt.
Marina Hoermanseder
Promi-Alarm gab es auch am Donnerstagmorgen bei Marina Hoermanseder. Weil die Kameras der Fotografen einfach nicht aufhören wollten zu blitzen, konnte die Show erst mit einer halben Stunde Verspätung starten. Aber das Warten hat sich gelohnt: Die aus Wien (?) stammende Designerin, die vor allem durch ihre Korsagen und Gürtelröcke bekannt geworden ist, legt für den kommenden Frühling und Sommer eine sehr feminine Kollektion mit 50ies Flair vor. Pudertöne treffen auf Neonakzente, weich fließende Crêpe-Stoffe werden von mit steifen Korsetts und Mieder-artigen Röcken kontrastiert.
Edited Pre Fall
Das Traurige bei der Fashion Week ist ja, dass all die textilen Träumchen frühestens im kommenden Sommer in unsere Schränke einziehen können – und auch nur, wenn man dafür das nötige Kleingeld hat. Abhilfe verschafft Edited, die in ihrem Store auf der Münzstraße den Launch ihrer Pre-Fall-Kollektion mit einer Gartenparty zelebrierten. Pre-Fall heißt: Die ersten Teile gibt es jetzt schon im Shop! Besonders schön geraten sind die seidigen Satin-Bomber in Rosé und Tannengrün, die es auch als Mantel gibt. Die Otto-Tochter lässt größtenteils in Europa produzieren, trotzdem sind die Teile einigermaßen erschwinglich.