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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

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Adolar

Jammer-Ossis – komplett positiv gemeint! Die Band Adolar zelebriert die große Kunst der Beschwerde in Post-Hardcore-Hits.
Geschrieben am

Textlich so pointiert und musikalisch so mitreißend wie Adolar hat sich in 2011 fast keine zweite deutsche Band an der Kunst der Beschwerde, der Ablehnung der Umstände und der Anklage der eigenen Situation abgearbeitet. Aus einem zunächst etwas wirren Stilmix aus fast fröhlichem Pop, hektischem Hardcore und dem klassischen »Knüppelpart« schälen sich im zweiten Durchlauf zahlreiche Anti-Partykracher heraus, über die Sänger Tom Sätze wie »Ich wünschte, ich müsste keinen meiner alten Freunde jemals wieder sehen« singt bzw. schreit.

Schlechte Laune in ihrer schönsten Form, ruhig auch mal gegen überwunden geglaubte Feinde wie DJs, aber nie zum reinen Selbstzweck. Damit passt die Band so perfekt zu ihrem Kölner Ausnahmelabel Unterm Durchschnitt, dass man sich eigentlich gar keine andere Kombination vorstellen kann. Ein in jeder Sekunde der 42 Minuten Spielzeit aufregendes Stück Post-Hardcore voller Energie, sanften Boshaftigkeiten und Beschwerden.

In drei Worten: POST-HC / BESCHWERDEN / ANTI-PARTY