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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Star Climbing«

Zoot Woman

Zoot Woman klangen immer ein bisschen oberflächlich. Sowohl der Titel ihres Debütalbums »Living In A Magazine« von 2001 als auch die beiden Folgealben vermittelten immer diesen Wunsch, eine 1980er-Fantasie zu leben, wie sie in Filmen wie »American Psycho« oder »The Wolf Of Wall Street« dargestellt wurde.
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Mit »Star Climbing« schaffen sie es erstmals, sich von diesen doch etwas pubertären Glamour-Vorstellungen zu befreien – und das ausgerechnet, indem sie noch pubertärer werden. Denn was neben dem äußeren Narzissmus bisher oftmals fehlte, war ein typisch jugendlicher, emotionaler Narzissmus: Dass die eigenen Gefühle das Wichtigste in der Welt sind, geradezu die Welt ausmachen. Zoot Woman klingen, insbesondere in der ersten Hälfte des neuen Albums, das insgesamt zu den besten Synth-Pop-Platten des Jahres gehört, nun eher wie ein John-Hughes-Film.

Mal zu albern in den Spielereien, mal zu ungestüm in den Beats, mal zu poppig in der Attitüde, aber immer emotional packend und nachvollziehbar. Wie heißt es so schön in »The Breakfast Club«: »When you grow up, your heart dies.« Das Herz dieses Albums schlägt laut und kräftig.

In drei Worten: Synth-Pop / Verjüngung / John Hughes
- Zoot Woman »Star Climbing« (Embassy Of Music / Warner / VÖ 29.08.14)