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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Absorber

Zombie Nation

Jetzt nur mal so eine Vermutung, aber: manche unserer Generation machen es sich im Leben nicht gerade leicht. Zombie Nation hatten vor vier Jahren mit “Kernkraft 400” den ersten Electroclash-Hit überhaupt, der sogar bis auf Platz #2 in den englischen Charts kam - danach passierte fast nichts mehr. H
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Jetzt nur mal so eine Vermutung, aber: manche unserer Generation machen es sich im Leben nicht gerade leicht. Zombie Nation hatten vor vier Jahren mit “Kernkraft 400” den ersten Electroclash-Hit überhaupt, der sogar bis auf Platz #2 in den englischen Charts kam – danach passierte fast nichts mehr. Hauptzombie Splank wollte auf keinen Fall mit den interessierten Majors zusammenarbeiten und sperrte sich gegen alles, was nur im entferntesten nach “Ausverkauf”, was immer man auch darunter versteht, riechen könnte. Stattdessen kehrt er nach dem John-Starlight-Ding jetzt mit Zombie Nation auf eigenem Label wieder, und das Material, das er hier in zweijähriger Arbeit produziert hat, kann man ohne zu übertreiben als zumindest großartig bezeichnen. Nicht dass mir Electroclash, -core, oder wie immer man das nennen möchte, etwas bedeuten würde, aber der Druck, der stickig-infektiöse Sound und das frickelige Überraschungsmoment, das hier von beinahe allen Stücken ausgeht, haben nichts mehr mit quietschigen Flohmarkt-Keyboards oder halblustigem Sloganizing zu tun. Hier will’s jemand definitiv wissen und geht produktionstechnisch auch über den state of the art von Fischerspooner hinaus. Next big thing in Electroclash also? Frisch, enthusiastisch und Luft abpumpend genug ist “Absorber” – nur weniger Idealistische ahnen leider, dass das viel, viel mehr Leute bemerken würden, wenn das Album zumindest auf Gigolo erschiene. Viel Glück!