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Wie wir leben wollen

Yungblud im Gespräch

Dominic Harrison alias Yungblud ist ein übersprudelndes Energiebündel. Er steht nicht still. Wer Fotos machen will, bekommt ihn nicht scharf. Und Fotos wollen gerade viele, denn es läuft bei ihm. Kein Wunder, sein Mix aus Arctic Monkeys, HipHop, Punk und Ska macht Bock und hat noch dazu Hooks. Alles ist, wie er es sagen würde, »fucking mental«!
Geschrieben am
Es musste ja so kommen. Kaum war Dominic Harrison oder Yungblud geboren, hatte schon jemand eine Beatles-Ukulele und ein Mikrofon in seinen Kinderwagen gelegt: Sein Opa war Musiker in den Sechzigern und Siebzigern und hat schon mit T-Rex auf der Bühne gestanden. Als Kind hat der kleine Dominic in Opas Sammlung gekramt und »Revolver« von den Beatles aufgelegt. Der Sechsjährige ging erst nach dem letzten Song ins Bett. Sein Onkel liebte The Clash, sein Vater stand auf Squeeze und Madness. »Mir wurde schon als Kind eingetrichtert: Diese Musik ist gut, denn sie sagt etwas aus.«  Yungblud nahm das als Leitspruch. Seit dieser Zeit weiß er, dass er Musik machen will und die Message der Ausgangspunkt dafür sein muss. »Unsere heutige Welt ist so ein verwirrender Ort, speziell für junge Leute. Wir sind so eine aufgeklärte Generation. Wir haben die Welt vor Augen, in der wir leben wollen. Wir haben Zugang zu so vielen Informationen. Wir leben mit dem Internet. Wir wollen eine liberale, eine offene Welt, aber werden aufgehalten von Leuten, die da nicht mitziehen wollen oder uns nicht verstehen. Und das macht uns wütend. Denn wir haben das Gefühl, dass uns nicht zugehört wird. Dass wir übersehen werden. Dass keiner hört, was wir für unsere Zukunft wollen.« Um die Message zu unterstreichen, gönnt er seinem aufgedrehten Körper dann doch kurz eine Pause. Plötzlich sind die pinken Socken und die leicht einstudierten Posen bedeutungslos.

Innerlich ist Yungblud voll auf Adrenalin. Gestern hat er erfahren, dass ihn der NME auf den Titel nimmt, heute Morgen hat ihn seine Mutter aufgeregt angerufen und zum Erscheinen seiner ersten EP gratuliert. »Meine Mutter ist so eine meinungsstarke Persönlichkeit, was auch mein Management manchmal in den Wahnsinn treibt.« Sie sei eine »Northern Woman«, eine Frau aus dem nördlichen, ländlichen England. »Die sind stark«, sagt er. »Sag, was du denkst, sonst sagt es wer anders«, habe sie ihm immer erklärt. Am Abend läuft vor seinem Set im Huize Maas zunächst Northern Soul, dann fegt Yungblud wie ein Wirbelwind über die Bühne. Die wenigsten Fotos werden scharf.

YUNGBLUD

YUNGBLUD - EP

Release: 19.01.2018

A Locomotion/Geffen Records Release; ℗2018 Locomotion Recordings Limited, under exclusive license to Geffen Records

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