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Youth

Kissy Sell Out

Hier wird direkt und ungeniert aus dem Poesiealbum vorgelesen. Und das funktioniert in der rappeligen Electro-Kombi erstaunlich gut.
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Hier wird direkt und ungeniert aus dem Poesiealbum vorgelesen. Und das funktioniert in der rappeligen Electro-Kombi erstaunlich gut.

In England beschallt Thomas Bisdee alias Kissy Sell Out seit 2008 jeden Freitag die Nation mit seiner BBC-Show "Kissy Club". Der selbst ernannte Promoter für frischen Electropop verbreitete schon Late Of The Pier und Frankmusik, remixte big names wie The Human League, Groove Armada und Mark Ronson. Jetzt veröffentlicht der Electro-Impresario sein erstes eigenes Album.

Und damit hat sich Kissy Sell Out einiges vorgenommen: Auf "Youth" verarbeitet er seine Teenager-Jahre im tristen Essex. Während sich sein Sound irgendwo zwischen Wonky Pop, New Rave und Gary Numan bewegt, geht es textlich um verpasste Ausgeh-Deadlines, "Dirty Dancing"-Gucken, Mädchenhaare-Ankokeln und Binge-Drinking-Erinnerungen. Alles andere als kryptische Soundbegleitung also, hier wird direkt und ungeniert aus dem Poesiealbum vorgelesen. Und das funktioniert in der rappeligen Electro-Kombi erstaunlich gut. Dass das Album in England schon allein wegen Kissys Promi-Bonus zum Hit werden dürfte, ist eigentlich schon klar. Songs wie "Bethnal Green Cafe", "Garden Friends", "This Kiss" funktionieren aber durchaus auch auf den Tanzflächen diesseits des Ärmelkanals.