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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Is That A Riot

Youngblood Brass Band

Es gibt ein Phänomen, das man immer wieder schmerzhaft erleben muss: Platten rutschen schnell unter den Aufmerksamkeits-Radar, nur weil sie beim ersten Mal nicht hängen bleiben. Tja, das ist Popmusik, Oberflächenreize zählen. Bei "Is That A Riot" von der Youngblood Brass Band funktioniert es genau
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Es gibt ein Phänomen, das man immer wieder schmerzhaft erleben muss: Platten rutschen schnell unter den Aufmerksamkeits-Radar, nur weil sie beim ersten Mal nicht hängen bleiben. Tja, das ist Popmusik, Oberflächenreize zählen. Bei "Is That A Riot" von der Youngblood Brass Band funktioniert es genau andersherum. Wie schon bei den - schwer erhältlichen - Vorgängern entfalten die miteinander konkurrierenden Trompeten und Posaunen eine ungeheure Macht, die zuerst begeistert. Kein Wunder: Die neun Mitglieder der Band aus Wisconsin verstehen sich ja auch dezidiert als Brassband. Subtilität wird anderswo geboten. Das Problem ist nur, dass die erste Begeisterung doch etwas erlahmt, wenn man das Konzept einmal durchschaut hat: Die Funk-Songs sehen sich immer wieder von einzelnen Bläsern getragen, um dann im Refrain mit Urgewalt zusammengeführt zu werden. Der MC, der an einigen Stücken beteiligt ist, bleibt dabei höchstens Mittelmaß, einzig und allein im wahrlich mitreißenden Opener funktioniert das aufs Beste. Vielleicht war ja der Ausstieg vom musikalischen Kopf Nat McIntosh doch schwerer zu kompensieren, vielleicht ist die Youngblood Brass Band eben einfach eine Live-Band. Spätestens beim dritten Durchgang von "Is That A Riot" nämlich - da mag ich keine Bläser mehr hören ...