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So war’s in Leipzig: The likely Lads

Young Rebel Set live

Young Rebel Set holen den Rock raus und lassen Oasis aussehen wie poshe Cockneys.
Geschrieben am

17.10.2013, Leipzig, Werk2

 

Deine Mutter hat auch immer gesagt: »Kind, wenn ein Mann sich gut anzieht, dann kann er sonst nichts gut. Schon gar nicht Gitarre spielen«? Dann hatte Deine Mutter Unrecht. Die Lederjacken der Gitarristen von Young Rebel Set sehen heute Abend im Leipziger Werk 2 extrem gut aus und die Frisuren sitzen 1-A. Trotzdem können sie spielen und rocken die 400 Leute. Was auf Platte der Fluch des »klingt ein wenig wie...« und »erinnert mich doch an...« ist, gilt live gar nicht mehr. Die Briten machen live viel mehr Druck als auf CD. Aber was soll man auch sonst machen, wenn man drei Gitarren, einen Bass, Schlagzeug und Keyboard hat? Und überhaupt: wer solche Lad-mäßigen Frisuren trägt, darf keinen Pop oder Folk machen - der rockt.

Alles, was auf Platte noch folkig und gediegen rüberkommen mag, wird live mit Kommentaren im besten nordenglischen Dialekt von der Bühne gekickt, von denen man wegen eben jenes Dialekts oder wegen des Bieres aber nur die Hälfte versteht. Faszinierenderweise ist die Aussprache beim Gesang wieder ganz geradeaus. Nur das reizende »u« bei »Luuuuve« in »If I was« oder in »Won’t Get UUUUUp Again« erinnert dann noch an Oasis bzw. Nordengland. »If I Was« kommt übrigens erst zur Zugabe, der Hit am Anfang ist heute Abend »Lions Mouth«. Und danach kommt eine gute Mischung aus beiden Alben.

 

»The Girl 51« widmen Young Rebel Set am Ende der Vorband Young Chinese Dogs. Die Sängerin tanzt dann auch in der ersten Reihe Verbrüderung mit ihrem Hauptact. Zur Recht und nicht nur wegen der Namensähnlichkeit, denn Young Rebel Set sind nicht nur bierdurstige Lads. Außer Trinkfestigkeit bestechen sie durch extrem guten Sound. 

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