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»Al Jamilat«

Yasmine Hamdan

»Al Jamilat« ist in einer Zeit der Spaltung und Abgrenzung der wohl ästhetischste Beweis für die Notwendigkeit und Schönheit kultureller Vielfalt.
Geschrieben am
Ähnlich wie ihr Debütalbum »Ya Nass« ist auch »Al Jamilat« ein Abbild der Person und Geschichte Yasmine Hamdans und erzählt von einer Reise durch die Kulturen. Aufgrund des libanesischen Bürgerkriegs verbrachte die in Beirut geborene Musikerin ihre Kindheit als Nomadin und fand auch nach der Rückkehr in ihre Heimatstadt weder Heimat noch Stadt vor. Die herrschende Zerstörung und das Chaos schafften jedoch auch Raum für Neues und brachten eine lebhafte und junge Künstlerszene mit Hamdan an ihrer Spitze hervor. Noch heute überträgt die Musik der mittlerweile in Paris ansässigen Sängerin das gleiche Gefühl subversiver Rebellion. Mit »Al Jamilat« bewegt sie sich im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, zwischen arabischen und westlichen Werten. Den traditionellen Gesang bettet sie in Electro-, Pop- und Folk-Arrangements und begreift die ästhetischen Unterschiede nicht als Graben, sondern als Quelle für Vielfalt und Schönheit. Sie wirft auf diese Weise Identitätsfragen auf und um – nicht nur als in Europa lebende Araberin, sondern auch als Frau in einer von Männern dominierten (arabischen) Musikszene – und schafft auf rein musikalischer Ebene einen Diskurs, wo Worte buchstäblich an ihre Grenzen stoßen. »Al Jamilat« bringt in elf Songs so mühelos und selbstverständlich zwei verschiedene Kulturen in Einklang, dass sich, wenn auch für einen kurzen Moment, alle Grenzen und Mauern in Luft auflösen.

Yasmine Hamdan

Al Jamilat

Release: 17.03.2017

℗ 2017 Hamdanistan Records/Crammed Discs

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