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»Xenoula«

Xenoula

Auf ihrem Debüt kontrastiert Xenoula die unverdorbene Schönheit ihrer Herkunft mit der völlig überhitzten Fortschrittlichkeit des postmodernen Westens.

Geschrieben am
Mit 16 zieht Romy Xeno aus einem kleinen Dorf in Südafrika nach Großbritannien. Erschüttert von der dort vorherrschenden Hysterie überlagert sich ihr Geist mit allerlei transitorischen Eindrücken. Konsequent sucht ihre Musik daher nach der richtigen Dosierung, um jenes postmoderne Trommelfeuer mit der entschleunigten Bescheidenheit ihrer Herkunft zu bandagieren. Der Sound der selbstbetitelten Premieren-LP deckt sich dabei auf eine geradezu allegorische Weise mit deren Artwork: mystisch, düster, tropisch, drückend und allzeit mimetisch. Die Stimme der E-Pop-Newcomerin, die Assoziationen zu Fever Ray und Alice Glass weckt, hält sich nämlich bedeckt und taucht aus diesem stilmultiplen Klangschatten höchstens auf Zehenspitzen hervor.

Synthetische Warps, Sinus-Module und interstellare Sample-Elemente formen eine um Schutz bedachte Mimikry. Auf einem Nährboden aus generierten Beats, flimmernden Bässen und traditionell afrikanischen Rhythmen sprießt ein mikroorganisches Konglomerat, das »Xenoula« zwischen Musique concrète, Synthie-Wave und Footwork situiert. Skeptisch bearbeitet »Dawn Bunny« technische Theremin-Module mit naturbelassenen Percussions, während in »Chief Of Tin« archaische Schwingungen in elektrische Gewitterfronten hineinpreschen. Es ist allzu deutlich, dass auf diesem Album vor allem Gegensätze Sinn stiften.

Xenoula

Xenoula

Release: 24.11.2017

℗ 2017 Domino Recording Co Ltd

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