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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

II

Xaver Fischer Trio

Ohne ihn wären die letzten 50 Jahre Musikgeschichte nicht gewesen, was sie waren: erst der Jazz hat viele Entwicklungen überhaupt möglich gemacht. Gerade in den letzten zehn Jahren hielt er wieder verstärkt her als Baukasten für zeitgenössische Musik. Seien es jetzt die Harmonien oder die Instrument
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Autor: intro.de

Ohne ihn wären die letzten 50 Jahre Musikgeschichte nicht gewesen, was sie waren: erst der Jazz hat viele Entwicklungen überhaupt möglich gemacht. Gerade in den letzten zehn Jahren hielt er wieder verstärkt her als Baukasten für zeitgenössische Musik. Seien es jetzt die Harmonien oder die Instrumentierung: Drum’n’Bass, Trip Hop und auch House haben sich am Jazz reichlich bedient und so Türen zu neuen Dimensionen öffnen können. Da war es tatsächlich an der Zeit, den Spieß umzudrehen. Und so findet man auf dem zweiten Album des Xaver Fischer Trios Jazz, der sich bei den neuen, kontemporären Stilrichtungen populärer Musik bedient. Keyboardlinien aus der Elektronik, Rhythmusmuster aus House und Baßläufe aus HipHop sind nur einige der Elemente, mit denen das Trio seine eigene Definition von Jazz verziert. Ganz hervorragend funktioniert diese Neudefinition besonders zu Beginn des Albums, bei “Insight” oder dem Vocal-Track “Heaven”, leider regt die zweite Hälfte nicht mehr ganz so auf - nämlich ab genau dann, wenn die Einflüsse aus der neuen Musik für Endlosimprovisationen und eher antiquierte Spielarten wie Rock Platz machen müssen. Das wirkt irgendwie doch zu konventionell. Eine Auseinandersetzung mit dieser Platte ist aber dennoch Pflicht, will man nicht eins der großen musikalischen Ereignisse dieses Jahres verpassen.