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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Fountain

Wyoming

Ein Debütalbum ohne großen Fokus auf Hooklines, dafür mit komplexen Kompositionen aus federndem Postrock als substanziellen Unterbau einer grazil schimmernden Stimmung.
Geschrieben am

Wyoming sind drei zart und gut aussehende junge Typen, gerade aus dem Rheingau in etwas belebtere Regionen gezogen, sie kennen sich mit Indie und Electro aus – klassisches Hipster-Material, könnte man meinen. Denkste! Zwar nimmt das Trio von der stoischen Dynamik der Whitest Boy Alive und schätzt sicher auch die Harmonik von Phoenix, es macht aus diesen Rohstoffen auf seinem Debütalbum »Fountain« aber deutlich mehr als viele Musiker mit ähnlichem Hintergrund.

Die zehn Songs sind strukturell und konzeptionell durchaus avanciert gebaut, Hooklines sind hier nicht König, sondern komplexe Kompositionen aus federndem Postrock als substanzieller Unterbau einer grazil schimmernden Stimmung. Dadurch wirken Wyoming viel eindringlicher als Zeitgenossen wie Sizarr oder I Heart Sharks, trotz eines ähnlichen betulichen Gestus’. »Fountain« ist darin schon mal eine Marke, die es zu beachten gilt – gleichzeitig aber auch ein sicheres Versprechen, dass es mit dieser Band noch viel höher hinausgehen kann.

 

In drei Worten: Gefühlt / Gekonnt / Gewollt