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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Disciples Of The 36 Chambers: Chapter 1

Wu-Tang Clan

»I feel this can be the rebirth of another Wu-Tang era and the group has increased its vitality«, sagt Chef RZA über die erste Live-Platte des Clans. Klar, und Xavier erhält wahrscheinlich demnächst die Vollmitgliedschaft. Die CD dokumentiert den ersten Auftritt des Wu-Tang Clans seit ungefähr 1993,
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»I feel this can be the rebirth of another Wu-Tang era and the group has increased its vitality«, sagt Chef RZA über die erste Live-Platte des Clans. Klar, und Xavier erhält wahrscheinlich demnächst die Vollmitgliedschaft. Die CD dokumentiert den ersten Auftritt des Wu-Tang Clans seit ungefähr 1993, bei dem alle Mitglieder zusammen auf der Bühne stehen. – Ehrlich gesagt war mir bis zu dieser Ankündigung nicht bewusst, dass ODB wieder draußen ist. – Die 27 Tracks des Albums wurden während des ›Rock The Bells‹-Festivals in San Bernardino im Juli 2004 vor 10.000 Fans aufgezeichnet. Raw und dirty. Die Beats rumpeln im Hintergrund. Die heiseren, sich überschlagenden Stimmen werden vom Wüstenwind in alle Himmelsrichtungen getragen. Es zeigt sich einmal mehr: Überzeugende HipHop-Live-Shows sind eine echte Rarität. Aber irgendwie ist diese aus maßloser Selbstüberschätzung resultierende Dreistigkeit, so etwas auch noch auf CD zu veröffentlichen, schon wieder sehr sympathisch. Abgesehen von den zwei grandiosen Alben ›Enter The Wu-Tang – 36 Chambers‹ und ›Wu-Tang Forever‹, wurde der Wu-Tang Clan eben auch durch ein überzeugendes Businessmodell zur Rap-Supergroup der 90er. 1997 durfte ich Zeuge einer Wu-Tang-Show in der Londoner Brixton Academy werden. Während die Crowd im Innenraum und auf den Rängen ca. drei Stunden auf den Beginn des Konzerts wartete, beschallte ein DJ aus dem Off den Saal. Die anschließende Performance, bei der höchstens die Hälfte der Members – und auch nur die unwichtigeren – am Start war, war ebenso wenig glamourös. Diesmal sind sie zumindest vollzählig gewesen. Ein Best-of-Album hätte trotzdem mehr Spaß gemacht. Und das, ja, das gibt es pünktlich zu Weihnachten. Mit Hits aus einer langen und wilden Karriere. Sowie einige bis dato eher schwer zu beziehende Kleinodien. Wie das Run-DMC-Cover ›Sucker MCs‹.