×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Star Treatment«

Wovenhand

Ist das noch Country? Wovenhand klingen auf ihrem mittlerweile neunten Album mehr nach dem bedrohlichen Noise-Post-Rock von Swans oder Sunn O))) als nach ihren Wurzeln im Alternative-Country.
Geschrieben am
Besonders fröhliche Musik hat David Eugene Edwards alias Wovenhand noch nie fabriziert. Biblische Bestrafung, die Widerspenstigkeiten des Lebens und die Unerbittlichkeit des Dunklen waren schon immer die dominierenden Themen seiner Songs. Dass darunter keine Gute-Laune-Musik lag, versteht sich von selbst. Mit »Star Treatment« geht er aber noch einen Schritt weiter. Hier klingt alles noch einmal unerbittlicher, düsterer und hoffnungsloser als auf den Vorgängern. Der Opener »Come Brave« donnert wie ein voll beladener Güterzug über einen hinweg; »Swaying Reed« legt sich wie eine große dunkle Gewitterwolke über den Hörer und »The Quiver« wiegt einen erst in Wohlklang, um dann umso apokalyptischer zu enden.  

Diese tonale Schwere und Hoffnungslosigkeit begründet sich vor allem in der Produktion, die David Eugene Edwards Stimme ein wenig in den Hintergrund rückt und stattdessen dem hämmernden Schlagzeug und den stechenden Gitarrenriffs mehr Platz einräumt. Und so klingt »Star Treatment« weitaus weniger nach dem bekannten Alternative-Country, den alteingesessene Fans erwarten würden, sondern eher nach Noise und Post-Rock-Künstlern wie Swans, Sunn O))) und Nick Cave und seinen Bad Seeds.

Wovenhand

Star Treatment

Release: 27.07.2016

℗ 2016 Glitterhouse Records

Wovenhand »Star Treatment« (Glitterhouse / Indigo)