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Everything’s Fine

Willard Grant Conspiracy

Hier kommt das vierte Album der amerikanischen Folkrocker Willard Grant Conspiracy, das schon im Titel eine gewisse positive Grundhaltung verspricht. Schnell wird jedoch klar, dass „Everything’s Fine“ eher in Richtung „jaja, alles in Ordnung, lass mich bloß in Ruhe“ auszulegen ist. Irgendwo zwischen
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Autor: intro.de

Hier kommt das vierte Album der amerikanischen Folkrocker Willard Grant Conspiracy, das schon im Titel eine gewisse positive Grundhaltung verspricht. Schnell wird jedoch klar, dass „Everything’s Fine“ eher in Richtung „jaja, alles in Ordnung, lass mich bloß in Ruhe“ auszulegen ist. Irgendwo zwischen Tindersticks und Nick Cave liegt der Stil des um den Songwriter Paul Austin und den tiefer gestimmten Sänger Robert Fisher recht lose gruppierten und aus Gastmusikern bestehenden Bandkollektivs. In knapp 40 Minuten präsentieren Willard Grant Conspiracy airplaytaugliche countryeske Balladen, kleine melancholische Hymnen und wehmütige, suizidgefährdende Ohrwürmer. Die elf Songs sind dabei durchweg klassisch unplugged instrumentiert, neben der omnipräsenten Akustikgitarre prägen Flügel, Akkordeon, Streicher, Slidegitarre den herbstlich düsteren Sound der Platte. Heißeste Anspieltipps sind „The Beautiful Song“, der sich etwas frischer, poppiger und positiver als der Rest des Albums herausgeputzt hat, und „Massachusetts“, in dem nur der Flügel und Fishers charismatische Stimme eine sakrale, ja depressive Stimmung entstehen lassen.