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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Boy King«

Wild Beasts

Behutsam schleicht das wilde Biest durch die Nacht und hebt sein wohltönendes Falsett. Ruchlos geben sich die Briten der schillernden Nacht hin.
Geschrieben am
Auffällig discoid sind die Gentlemen der Wild Beasts geworden. Die vormals kunstbeflissenen Indie-Popper gehen den Weg des Vorgängers »Smoother« resolut, mit funkelnden Augen und vor Aufregung feuchten Händen weiter. Sie dringen in dunkle, versteckte Keller vor, in denen verschwitzte Männer und Frauen lüstern ihre Körper aneinander reiben und zu schillernden Bass-Synthies und funkelnden Beats aufgerieben herumtollen. Die schillernden Melodiebögen überspannen nicht, obgleich der tanzbare Sound zwischen Disco-Wave und neonlichternem Metropolen-Beat immer wieder bis ans Äußerste geht, um kurz darauf melodiös einatmend in sich zusammenzufallen. Wild Beasts sind weiterhin keine angry young men und keine toy boys. Kein queerer Disco-Diskurs, sondern urban-metrosexueller Dance-Pop.
Wild Beasts »Boy King« (Domino / GoodToGo / VÖ 05.08.16)