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Für Immer

Wiglaf Droste & Das Spardosen-Terzett

Auch wenn es eigentlich nicht nötig ist, so wird diesem Tonträger eine Legende mit auf den Weg gegeben, die erklären soll, warum Wiglaf Droste vom Autor und Kolumnisten zum Sänger mutierte. Und die geht so: Nach einer Lesung standen drei freundliche Herren vor Droste und machten ihm ein Angebot, wel
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Autor: intro.de

Auch wenn es eigentlich nicht nötig ist, so wird diesem Tonträger eine Legende mit auf den Weg gegeben, die erklären soll, warum Wiglaf Droste vom Autor und Kolumnisten zum Sänger mutierte. Und die geht so: Nach einer Lesung standen drei freundliche Herren vor Droste und machten ihm ein Angebot, welches er nicht ablehnen konnte: „Wir sind das Spardosen-Terzett, und du bist ab jetzt unser Sänger.“ Nun gut, sie haben offene Türen eingerannt, denn bekanntlich sang Droste gern mal bei seinen Lesungen ein Liedchen (wie z. B. eine bitterböse Coverversion von Elton Johns Rührstück über die getunnelte Lady Di). Nun - seit der Legende bespielen sie zu viert einige Clubs und verzücken nicht nur die bekennende Rammstein-Hörerin Sibylle Berg, die über Drostes Sangeskunst einmal sagte, er sänge „mit einer Stimme, die Reinheit und Freiheit in sich vereine.“ Womit Berg eindeutig recht hat. Geschmackssicher ist zudem die Auswahl der auf „Für Immer“ versammelten Coverversionen: Funny van Dannen, Graham Parker, Randy Newman, Bob Dylan. Alles sehr behutsam mit Klavier, Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug instrumentiert. Die Liebe zu Jazz-Evergreens, Country und Irish-Folk ist unüberhörbar. Bei den Eigenkompositionen von Wiglaf Droste bzw. Kai Struwe erfährt man darüber hinaus, dass „Conny Cramer“ gar nicht tot ist, warum Männer ab und zu „weinen, bis Blut kommt“. Alles natürlich irgendwie ironisch gemeint, doch zugleich Zeugnis der Herzenswärme und Melancholie der vier Herren.