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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Light Upon The Lake«

Whitney

Was würden Whitney tun, fragten sich Max Kakacek und Julien Ehrlich, Ex-Smith-Westerns und Ex-Unknown-Mortal-Orchestra. Sie wollten nicht perfekt klingen. Das ist gelungen. Ein feines Debüt für lange Sommernächte.
Geschrieben am
Der neueste Schrei aus Chicago klingt wahnsinnig alt, hat sich einiges bei Neil Young abgeschaut und sein Handwerk in der Westcoast-Songschreiber-Schmiede gelernt. Two pale white boys schreiben Sommerhits für die von der Hitze gelähmte Masse. So liegt man dann eben da. Auf einem Feld in der Mitte von nichts. Auf der Bühne stehen Max Kakacek und Julien Ehrlich. Sie haben ein paar Freunde mitgebracht. Man hört die Bläser in »No Woman«, diesem erstaunlichen ersten Track auf dieser von der Plattenfirma als tolle Platte beworbenen tollen Platte mit Längen, und ist noch antriebsloser als ohnehin schon. Bittersüße Melodien für Tausende, denen es furchtbar egal ist, wann was aufgenommen wurde. Wehklagen? Natürlich! Das darf nicht fehlen. Der Vergangenheit nachhängen. Sie kann immer in der Zukunft liegen. Nur nicht zu viel Energie. »I’m searching for the golden days«, singen Whitney also. Whitney, sagen sie, sei der gemeinsame Charakter dieser Wohnzimmerband. Zurückgelehnt, relaxed, cool, manchmal cheesy wie in »Dave’s Song« oder in »No Matter Where We Go«. Das kann man auch im nächsten Jahr noch hören. Oder eben sofort. Ein Fehler wäre das nicht. Solange man auf dem Feld liegt und es nicht eilig hat.

Whitney

Light Upon the Lake

Release: 03.06.2016

℗ 2016 Secretly Canadian

Whitney  »Light Upon The Lake« Secretly Canadian / Cargo / VÖ 03.06.16