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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Weval«

Weval

Analoge Sounds auf dem digitalen Spielplatz: Das Amsterdamer Duo Weval macht alles richtig, hält seine Produktionen bewusst dirty und schafft damit den emotionalen Spagat zwischen Mensch und Maschine. 
Geschrieben am
Sie samplen alte Vinyls, legen Schicht über Schicht. Der Staub, die Patina stört dabei nicht. Das Amsterdamer Duo Weval liefert mit seinem selbstbetitelten Album warme Analog-Sounds, verwaschenen 1980er-Gesang und sich windende Gitarrensamples. Das ist nicht neu, nein, es liegt sogar im Trend. Aber die Art und Weise ist hier entscheidend: Schöne Sequencer, ausgesuchte Filter, nie zu viel, immer auf den Punkt – mit Fingerspitzengefühl an den Reglern gelingt dem Duo das, was vielen anderen verloren geht: Mensch bleiben zwischen den Maschinen. Solange unser Blut durch ein Organ namens Herz gepumpt wird, so lange funktionieren Emotionen über Reizreaktionsmuster. Und Weval wissen im von Synkopen-Beats getriebenen »I Don’t Need«, wie so was geht. »You Are Mine« schraubt die Attacke deutlich hoch, bringt die Hörer zum Gleiten, endet wunderschön im digitalen Nirwana. Fast so, als hätte sich SBTRKT zum Ultimativen aufgemacht. Das Kölner Label Kompakt hat mit seiner Neuverpflichtung auf jeden Fall alles richtig gemacht. Wir fühlen Weval!

Weval

Weval

Release: 10.06.2016

℗ 2016 Kompakt

Weval »Weval« (Kompakt / Rough Trade / VÖ 10.06.16)