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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Götterstrasse

Westbam

Westbam hat immer schon Pop gemacht. Er hatte früh verstanden, dass man zur Pop(ularisierung) gradlinig, eingängig und wandelbar sein muss.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Vom Westberlin der Achtziger führte sein Weg über Love Parade und Mayday-Raves bis in die Charts und in den »Eurovision«-Vorentscheid. Die Szene mochte die Nase rümpfen, aber die Masse der Gelegenheitsraver hatte er meist auf seiner Seite. Nun hat er sich zum 30-jährigen Jubiläum selbst ein Tribute-Album mit Gastsängern auf jedem Track produziert, und gemessen an Popstandards funktioniert das erstaunlich gut.

Meist schafft er es, sich auf die verschiedenen Stile und Stimmen einzustellen, von Iggy Pop über Bernard Sumner (New Order), Brian Molko (Placebo), Inga Humpe (2raumwohnung) bis hin zu Lil Wayne und Kanye West. Als Grundregel gilt hier: je älter die Sänger, umso besser die Tracks. Zusammengehalten wird das Ganze durch Beats und Synths der eher düsteren Spielart, doch man darf nicht zu viel Tiefe erwarten, weder in der gradlinigen Entwicklung der Songs noch in den Texten, die sich meist um Liebe, (Nacht-)Leben und Musik drehen. Das Album ist weniger ein Rückblick auf Westbams Schaffen als auf dreißig Jahre elektronische Popmusik im Allgemeinen.

In drei Worten:
Technopop / Tribute / Gastbeitrag