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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Do You Believe In The Westworld

Westbam

Maximilian Lenz produziert seit 20 Jahren an der Schnittstelle zwischen Love Parade und Indie-Credibility. Wie macht der das? Sein Achselzucken auf diese Frage ist wohl die Erklärung dafür. Verscherzen wird er es sich auch im Zuge von „DYBITW“ mit keiner der beiden Gruppierungen. Rein ins Album: Die
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Maximilian Lenz produziert seit 20 Jahren an der Schnittstelle zwischen Love Parade und Indie-Credibility. Wie macht der das? Sein Achselzucken auf diese Frage ist wohl die Erklärung dafür. Verscherzen wird er es sich auch im Zuge von „DYBITW“ mit keiner der beiden Gruppierungen. Rein ins Album: Die erste Single „Bang The Loop“ ist ein Bastard mit Plugging-Refrain, der dank dieser catchy rockigen Attitüde sowohl als Bild-Online-“Download-Tipp der Woche“ als auch im ungemäßigten Tanzflur-Bereich funktioniert. Die restlichen Tracks halten teilweise geradezu überraschend schüchterne Herangehensweisen parat. Songs, die man nicht erzwingt, sondern die einem einfach passieren. Fast unnötig zu erwähnen, dass auch ab und an die schwere Beat-Keule herniederprasselt. So viel Zeit für Berechenbarkeit muss dann doch noch da sein. Großes Geschrei wird die Velvet-Underground-Coverversion „Sunday Morning“ verursachen: verniedlicht, zerfasert, an den Strand gezogen. Und da schon wieder Ambivalenz: Die starken, singulären Songs schafften es aufs Album, und dennoch sieht sich Herr Westbam eher als „Konzeptkünstler“. Ja, was denn nun? Die Antwort ist auch keine Antwort: „Eine schöne Mischung aus Maximalismus und Minimalismus“, nennt er es höchstselbst, und man darf vor allem auf die anstehende Live-Umsetzung derselben gespannt sein. „Kein DJ-Set, sondern richtige klassische Konzerte“ sollen das werden. Im wilden Westen ist alles möglich.