×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Im Puff von Paris

Schnipo Schranke im Steckbrief

»Wer wir sind« - der regelmäßige Band-Steckbrief. Diesmal mit Schnipo Schranke.
Geschrieben am

Herkunft Hamburg
Genre HipHop-Chanson-Fuck
Mitglieder 2
Besondere Vorkommnisse Ihr erstes Album wird dieses Jahr noch erscheinen. Eingespielt haben es die beiden im Kölner Bear Cave Studio, das von der Band Locas In Love unterhalten wird.
Akt. Veröffentlichung der Song »Pisse« auf dem Sampler »Keine Bewegung« (Staatsakt)

Wie ist eure Legende? Wie habt ihr euch kennengelernt, wie kamt ihr zu dem komischen Namen Schnipo Schranke
Geboren wurden wir Zimmer an Zimmer im Puff von Paris. Es dauerte dann aber noch gute sechzehn Jahre, bis wir uns in der Kirche auf dem Klo beim Taggen kennengelernt haben. Fritzi schrieb »Schnipo« nach ihrem Lieblingsgericht Spaghetti Bolognese, Daniela »Schranke« nach dem Brett in unserem Kopf. Weil das zusammen nach einem geilen Bandnamen klang, haben wir angefangen, Musik zu machen. 

Euer Song »Pisse« beleuchtet Love und Sexualität von einer doch sehr unüblichen Perspektive innerhalb von Popsongs. Ist euch das Stück einfach so passiert, oder ist das schon Teil eures Konzepts? 
Anfangs hat es etwas gedauert, aber dann war das Ding ein Selbstläufer: »Pisse« ist uns einfach in die Tastatur geflossen. Unser Konzept war, ein druckvolles Lied zu schreiben, bei dem man einerseits lockerlassen, andererseits aber auch über Dinge nachdenken kann, die danebengehen. Was wir in dem Lied beschreiben, haben bestimmt viele schon einmal erlebt – auch wenn das manchen Leuten nicht schmecken mag. 

Ihr wart im Kölner Bear Cave Studio bei den Mega-Pros Locas In Love. Wollten sie euch hart in alles reinreden, oder haben sie euch einfach machen lassen? Was kam raus?
Wir haben einfach alles auf uns zukommen lassen: das Bier, das Schnitzel, die Pommes mit extra Ketchup und Mayonnaise. Anschließend sind wir ins Studio gefahren und haben uns zur Sau machen lassen. Das war eine harte, aber auch demütigende Erfahrung. Zum Schluss waren die Songs dann zum Glück genau so, wie wir sie eingespielt hatten.
Weil diverse Fotos auf diese Ästhetik verweisen: Steht ihr auf »Girls«, auf die Serie von Lena Dunham? 
Die Frage verstehen wir nicht, beantworten sie aber gerne mit einem ganz klaren Ja. Unsere kurze Wikipedia-Recherche verrät uns, dass es dabei um junge Frauen mit Problemen geht. Das sind wir auch, bloß ohne die Probleme. 

Was geht 2014? Kommt ihr auf Tour? 
2014 wird für uns vor allem das Jahr, in dem wir 2013 hinter uns gelassen haben. Zunächst haben wir ein supergeheimes Stealth-Projekt am Start. Unser Plan ist, unter dem Medienradar durchzufliegen und dann die Bombe platzen zu lassen. Danach gehen wir mit alten und neuen Songs auf Tour, und schließlich wollen wir einander heiraten – im Puff von Paris.