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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Dan San

Wer wir sind

»Wer wir sind« - die regelmäßige Newcomer-Rubrik. Diesmal mit Dan San aus Belgien.
Geschrieben am
Herkunft: Lüttich (Belgien)
Mitglieder: 6
Genre: Indie-Folk
Besondere Vorkommnisse: Dan San gaben ihre Deutschlandpremiere 2012 in der schnuckeligen Haldern Pop-Bar am Niederrhein.
Aktuelles Album: »Domino« (Jaunorange / Alive)

Ihr kommt aus Lüttich, einer kleinen Industriestadt mit einem großen, wie aus einem Star Wars-Film entsprungenem Bahnhof. Findet ihr Inspiration in eurer Heimatstadt?
Nicht wirklich, das ist nur die Stadt in der wir zurzeit leben. Wir sind alle an kleinen Orten aufgewachsen, Städtchen mitten in der Natur. Das ist auch einer der Gründe, warum wir Sinnbilder aus der Natur nutzen, um unsere Absichten zu transportieren. Unsere eigentliche Inspiration sind die Flüsse, Wälder und all die stillen Plätzchen an denen wir aufgewachsen sind. Aber Lüttich hat uns definitiv zu der Band gemacht die wir jetzt sind! Hier trifft man eine Menge Musiker, Labels sitzen hier und die Stadt hat schon eine ganz spezielle Atmosphäre die für unsere Entwicklung förderlich war.

Ihr werdet häufig mit Grizzly Bear verglichen. Denkt ihr der Erfolg solcher, eher ruhigeren Bands kommt auch euch und eurer Musik zugute?
Könnte gut sein. Allerdings denken wir darüber gar nicht nach. Wir machen einfach die Musik, nach der wir uns fühlen. Dabei geht es nicht darum etwas zu spielen was dem Zeitgeist gerecht wird. Es geht uns darum, etwas Persönliches zu kreieren. Allerdings ist es natürlich toll mit einer Band wie Grizzly Bear verglichen zu werden. Die sind richtig toll! Jedoch versuchen wir nicht so etwas wie die »belgischen Grizzly Bear« zu werden. Einfach nur Dan San, das ist es was wir darstellen wollen.

Dan San besteht aus sechs Musikern. Versteht ihr euch überhaupt noch als Band oder bereits als Kollektiv? Und habt ihr eine Art »Mastermind«, der alles in die Wege leitet und bestimmt oder ist jeder der eigene Herr über sein Instrument und leistet seinen individuellen Beitrag zum Endprodukt?
Wir sind eine Band, ein Kollektiv, eine kleine Familie! Auf  keinen Fall gibt es ein  »Mastermind«! Wir haben sechs Köpfe! Jeder bringt seine eigenen Einflüsse mit, seine eigene Art Musik zu komponieren und einen Song zu erfinden. Deswegen ist es zum Beispiel so, dass wenn Jérôme unser anderer Leadsänger oder ich eine Idee für einen Gesang haben, am Ende immer etwas Abgewandeltes, Weiterentwickeltes aus diesem Grundkonstrukt entspringt.

Letztes Jahr seid ihr bereits in der Haldern Pop-Bar aufgetreten. Ein Ort, an dem dank des Haldern Pop-Festivals schon viele Newcomer ihre Deutschlandpremiere durchgestanden haben. Wie war das für euch? Kommt ihr dieses Jahr wieder hierher?
Oh, ich bin ein großer Fan des Haldern Pop-Festivals. Ich habe es selber drei Jahre lang als Fan bereist, für mich ist es das beste Festival überhaupt! Das Line-Up ist immer exzellent, man macht dort jedes Jahr aufs Neue eine Menge Entdeckungen.  Außerdem geht das Publikum sehr respektvoll mit den Künstlern um. Sie sind wirklich nur da, um sich die Musik anzuhören. Es war magisch letztes Jahr in der Haldern Pop-Bar zu spielen. Hoffentlich kriegen wir eines Tages die Chance auf dem Festival selbst aufzutreten, das wäre großartig!