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Indies finden Apple gemein

Wer ist hier der David?

Es ist ein schon länger schwelender Streit, der allerdings erst mit dem iTunes-Start am 15. Juni in die Öffentlichkeit getragen werden konnte. Die Independent-Labels fühlen sich nämlich erpresst vom Computer-David Apple, der plötzlich für sie zum Musik-Goliath werden sollte (wie es Martin Mills, CEO
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Es ist ein schon länger schwelender Streit, der allerdings erst mit dem iTunes-Start am 15. Juni in die Öffentlichkeit getragen werden konnte. Die Independent-Labels fühlen sich nämlich erpresst vom Computer-David Apple, der plötzlich für sie zum Musik-Goliath werden sollte (wie es Martin Mills, CEO von Beggars Banquet, ausdrückte). Ein Sprecher der Association of Independent Music (AIM) erklärte deshalb schon zum Start der Apple-Download-Plattform gegenüber dem 'Guardian': "A lot of labels haven't been approached but where Apple has spoken to labels the terms on offer have been commercial suicide".

Der "kommerzielle Selbstmord" sieht demnach so aus: 64 Cent pro Download gehen an die Unabhängigen und diese Regelung ist für drei Jahre fix. Dies sei die gleiche Vergütung wie bei den Majors beteuert Apple CEO Steve Jobs und wettert noch: "Wenn sie das Gegenteil behaupten, lügen sie".

Die Indies sehen das natürlich anders: "This is just another example of a monopolistic American company trying to dictate terms", wird einer im 'Guardian' zitiert, will aber nicht namentlich genannt werden. Signifikant, denn natürlich wollen sie alle dabei sein und stark sind sie nur gemeinsam. Besonders die Regelung über drei Jahre ist ihnen dabei ein Dorn im Auge. Apple könnte einfach die Preise anheben, die Indies aber unbeteiligt lassen. Bereits zum Start von iTunes wurde außerdem kritisiert, das Apple die Verhandlungen mit den Independent-Labels erst kürzlich überhaupt aufgenommen hätte, der Launch verlief daher auch mit maßgeblicher Unterrepräsentanz von Indie-Künstlern.