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..dann kommen Stephen Malkmus und Will Oldham

Wenn David Berman einlädt

Es ist schon eine Zeit her, dass man die Silver Jews auf dem Zettel hatte. Stück für Stück sind sie in den Hinterkopf gewandert. Immerhin ist die letzte Platte 'Bright Flight' bereits von 2001. Dann gab es plötzlich Gerüchte (wir berichteten) um ein neues Werk. Und jetzt hat Bandleader David Berma
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Es ist schon eine Zeit her, dass man die Silver Jews auf dem Zettel hatte. Stück für Stück sind sie in den Hinterkopf gewandert. Immerhin ist die letzte Platte 'Bright Flight' bereits von 2001. Dann gab es plötzlich Gerüchte (wir berichteten) um ein neues Werk. Und jetzt hat Bandleader David Berman das Projekt tatsächlich wieder reanimiert. Und vor allem durch seine Gast-Mitstreiter und Ex-Pavement-Mitglieder Stephen Malkmus und Bob Nastanovich steht Berman wieder im Mittelpunkt des Interesses. Und tatsächlich geht die Freundschaft zwischen Berman und Malkmus sogar schon auf Zeiten zurück, als Pavement noch nicht einmal geplant waren. Die jahrelange Verbindung hat also gehalten und führt jetzt zu einem neuen, unerwarteten Album.

Und es ist ein Wunder, dass die neue Platte 'Tanglewood Numbers' überhaupt noch rauskommen wird: Nachdem sich der Studio-Engineer Mark Nevers und Berman über die Linie der Platte zerstritten hatten, drohte Nevers, die Master-Bänder in den Fluss zu werfen. Dann brach in den Studios ein Feuer aus, nur durch einen Zufall wurden die Aufnahmen nicht vernichtet (wir berichteten). Umso zufriedener ist Berman mit dem Ergebnis: "For the first time, I really am happy with the record in the sense that I will listen to it without it being a painful experience. In my mind, this is a hard rock record. The last one was more of a vocal record. With my limited voice, my reaction to displaying it is that it's necessary to put it right out front and not to hide it. But on this record, it's a rock record, so I thought the voice would become more of an instrument."

Und diese "painful experience" hat tatsächlich in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass Berman "etwa zwölf Mal" live aufgetreten ist. Er ist bekannt und berüchtigt für seine Zurückhaltung und Unsicherheit auf der Bühne. Aber vielleicht kann ihm seine Backingband ja die nötige Unterstützung zukommen lassen - sofern sie mitkommen. Denn diese Liste kann sich sehen lassen: Steven Malkmus spielt Gitarre auf jedem Song, Will Oldham ist dabei, der ehemalige A Perfect Circle Paz Lenchantin, der Ex-Jesus Lizard Gitarrist Duane Denison.

Einen entscheidenden Einfluss auf das fertige Album hatte auch Joe Funderburk, ein alter Nashville-Veteran, der den letzten Schliff verpasste. Bermans Beschreibung spricht da Bände: "He's just a really, really peculiar fellow. His house has goat skulls on the walls. I was really frightened to go there and do things. I didn't know Joe and I didn't want to hang out in a haunted house all day. But it turned out great."