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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

mit Bernd Seidel

Weit hinten

Death Cab For Cutie "The Photo Album" & "We Have The Facts And We're Voting For Yes" & "Something About Airplanes" & "You Can Play These Songs With These Chords" (Alle Barsuk / Indigo) - Einen großen Bekanntheitsschub erlangten Death Cab natürlich durch ihre letzte Veröffentlichung, die bei
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Autor: intro.de

Death Cab For Cutie "The Photo Album" & "We Have The Facts And We're Voting For Yes" & "Something About Airplanes" & "You Can Play These Songs With These Chords" (Alle Barsuk / Indigo) - Einen großen Bekanntheitsschub erlangten Death Cab natürlich durch ihre letzte Veröffentlichung, die beim Grand Hotel vonstatten ging, und natürlich auch durch ihre Immergut-Appear. Man sollte aber gewahr werden, dass es ein aktives, kreatives Leben der Band davor gab. Die neu veröffentlichten alten Alben sprechen eine deutliche Sprache. Die nächste Platte wird übrigens über den big player Warner erscheinen.

Rilo Kiley "Take Off And Landings" (Barsuk / Indigo) - Nach ihrer Tour mit Bright Eyes auf dem alten Kontinent erscheint nun auch das Debütalbum. Weniger tricky als der Nachfolger, einfach nur Sanftheit und Westerngitarren- und Westernpiano-Folk. Absolut ergreifend.

Cursive "The Differences Between Houses And Homes" (Saddle Creek / Indigo) - Omaha, Omaha. Cursive sind dort schon seit 95 aktiv. Lange vor dem Boom um Saddle Creek und Bright Eyes. Aber wie heißt es so treffend in einem Punksong: "Es kommt die Zeit, Provinz!" Diese Zusammenstellung enthält rare Single-Veröffentlichungen und zwei noch nie gezeigte Songs. Das B-Seiten-Flair des Songwritings ist allerdings nichts zum Einsteigen in die Band, sondern eher was für Fans.

Iggy Pop "A Million In Prizes - The Anthology" (Virgin / Emi) - Was eine kompromisslose Karriere. Iggy ging dabei nicht nur durch Scherben, er wälzte sich sogar darin. Zumindest bei frühen Shows. Wer mehr über die Anfänge wissen will, erhält erschütternde Einblicke in dem Buch "Please Kill Me", dem US-Punk-Interview-Collagen-Wälzer, der seinerzeit Teipel als Vorlage für "Verschwende Deine Jugend" diente. Wer dagegen mehr von Iggy hören will, bekommt auf dieser Doppel-CD alles Wichtige. Mit Stooges-Classics wie "Raw Power", "Search And Destroy" und "I Wanna Be Your Dog" oder Solo-Hits wie "The Passenger", "Lust For Life" oder oder oder. Alles hier zu finden, kompetent zusammengestellt. Parallel zur Anthologie erscheint auch die DVD "Live At The Avenue B".

Huah! "Was Machen Huah! Jetzt?" (Lado / Rough Trade) - Neben all den verlorenen Seelen, die es, wie man sieht, hochspült dieser Tage, nur weil sie Deutsch singen und halbjung sind, daneben tut diese Wieder-VÖ natürlich noch mal so gut. Huah!, das waren Nixe, Hengst, Motor, Rellöm, Bollig und Ähnliche. Knarf selbst schrieb zu jedem Track warme Worte in einem schönen Booklet und wundert sich darin - ähnlich dem Hörer - über einige beknackte Texte oder freut sich über gute Kniffe, Effekte und Momente. Eine Sammlung inklusive der von den Tocos gecoverten "10 Uhr Show" sowie "Warum Ich Und Mein Baby Gern Katholisch Wären", "Was Machen Huah! Jazz?" und zwanzig mal HH-Beat-Pop-Wahnsinn mehr - mitunter sehr seltene Tracks. Von der Garage in den Club in die Welt. Hüsker Dü für Maulwürfe, Gala-Abo für Berber.

Killing Joke "Pandemonium" & "Democrazy" (Beide Cooking Vinyl / Indigo) - Alben wie in Stein eines öden Jahrzehnts gehauen. Es waren einmal die Achtziger, es sind hier und jetzt noch mal diese beiden Platten von Killing Joke. Nicht ohne Bonusmaterial (Remixe sowie eine volle 17-minütige Version des Stücks "Democrazy"). Standing on the shoulders of giants!