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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Pacific Daydream«

Weezer

Weezer machen auf ihrem elften Studioalbum erneut gut klingenden Quatsch, der Spaß macht, wenn man nichts erwartet.

Geschrieben am

Weezer, die ständig zwischen Ironie und Genie, Charme und Peinlichkeit, Hymnen und Trash oszillieren, hatten diesmal ein klares Vorhaben: Nach den Ausgaben in Blue, Green, Red und White sollte nun das »Black Album« mit ernster, düsterer Musik folgen. Als ob!

Ein Blick auf die Tracklist, und man weiß, dass das angebliche Ziel ordentlich versemmelt wurde. Statt Herbstmusik finden sich postpostpubertäre Sommersongs mit Namen wie »Beach Boys«, »Feels Like Summer« oder »Happy Hour« auf »Pacific Daydream«, die keine Boygroup oder Skatepunk-Band der 1990er kitschiger hätte hinbekommen können. Zehn Pophymnen gibt die Platte her, die mit ihrer Überproduktion und Zeilen wie »Just a boy and his computer« (»Feels Like Summer«) oder »She loves me, she loves me not« (»Mexican Fender«) die Schrottgrenze weit überschreiten und genau deswegen so gut sind.

Es kann stark davon ausgegangen werden, dass Weezer nie etwas anderes vorhatten als das, was sie immer tun: nicht immer ganz ernst gemeinte Songs für Leute aufzunehmen, die daran Spaß haben. Authentischer geht es eigentlich nicht.

Weezer

Pacific Daydream

Release: 27.10.2017

℗ 2017 Weezer under exclusive license to Crush Music / Atlantic Recording Corporation for the United States and Crush Music / WEA International Inc. for the world excluding the United States. A Warner Music Company.