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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Stars und Broken Social Scene live

We´re bringing it back

03.06.04, Köln, Prime Club Das Konzert ist nicht ausverkauft, was eigentlich überrascht, sind Broken Social Scene zumindest bei uns doch im Vorfeld hoch gehandelt worden. Stars betreten als erste die Bühne. Erst scheint das Quartett etwas schüchtern, doch nach den ersten paar Liedern wird das Pu
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03.06.04, Köln, Prime Club

Das Konzert ist nicht ausverkauft, was eigentlich überrascht, sind Broken Social Scene zumindest bei uns doch im Vorfeld hoch gehandelt worden.
Stars betreten als erste die Bühne. Erst scheint das Quartett etwas schüchtern, doch nach den ersten paar Liedern wird das Publikum von Sänger Chris aufgeheizt. Dream-Pop-mäßig beginnt das Set der Stars und wird dann immer rockiger. In manchen Stücken erinnern mich die Stars fast an Lamb. Ich weiß, fällt alles irgendwie in die Sparte 'Elektronik' und scheint weit her geholt, aber das Feeling und die generelle Stimmung des Publikums ist sehr entspannt. "Lasst uns tanzen", sagt Amy in kanadischem Akzent, um die Leute mal etwas mehr in Bewegung zu setzen. Interessant zu sehen ist die Mischung der Lieder mit und ohne Amy. Die weibliche Variante bringt immer eine gewisse Weichheit in die Songs. Wie Chris selber sagt: "Too many cocks on stage causes too much loudness. Let's bring Amy back to bring it down." Widmungen der Lieder an Homosexuelle und deutsche Frauen bringen die Stimmung auf den Zenith.

Schon in guter Stimmung freuen sich alle natürlich auf Broken Social Scene. Nach deren Performance auf dem Immergut war ich natürlich gespannt wie sich das in die kleinere Club Atmosphäre umsetzt. Wer das neue Album von Broken Social Scene gehört hat, weiß was ihn/sie erwartet, und wer es noch nicht hatte ist nach dem Konzert gleich zum Merch-Stand gestürmt. Wie beschreibt man Broken Social Scene für jemand der sie nicht kennt? Godspeed You Black Emperor! meets Dinosaur Jr. geistert da als Faustregel im Kopf. Aber man muss die Band wirklich selber gehört haben um zu wissen, wie grandios sie sind. Zuschauer werden auf die Bühne geholt für deutsche Übersetzungen und man hat gemerkt, dass die Band auch in diesem kleineren Setting völlig in ihrem Element sind. Amy von Stars unterstützt die Truppe auch bei ein paar Liedern was dem ganzen Abend noch das Sahnehäubchen gab. Dies war das letzte Konzert ihrer Deutschland-Tour, doch in zwei Wochen sind sie wieder in Holland am Start für ein paar mehr Konzerte. Alles in Allem ein genialer Abend!