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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Was macht eigentlich Eike Bohlken (Ex-Blumfeld)?

Verzweifelt gesucht ...

Eike Bohlken verließ die Szenerie der Hamburger Schule auf dem Höhepunkt - wir haben ihn 2011 in Tübingen wieder gefunden.
Geschrieben am
Was vermisst du an der Zeit als Musiker heute noch?
Das Auftreten und die Begeisterung des Publikums. Die »magischen Momente« auf der Bühne, wenn der Sound richtig gut ist und alles perfekt ineinandergreift. Die Diskussionen über Musik und Gesellschaft im Tourbus.


Was überhaupt nicht?
Das sonstige Klassenfahrtsprogramm auf Tour, zum Beispiel HipHop- oder Death-Metal-Tapes nachts um drei auf dem Weg zum Hotel. Interviews mit Distelmeyer-fixierten Journalisten. Auch für Szene-Dresscodes hatte ich nie viel übrig.

Warum hast du dich damals so konsequent rausgezogen?
Nach dem Erfolg von »L'État Et Moi« wurde der zeitliche Aufwand für die Musik immer größer. Ich wollte aber auch meine Doktorarbeit schreiben und hatte den Eindruck, Musik und Wissenschaft nicht mehr unter einen Hut zu kriegen. Ich habe mich dann schweren Herzens gegen die Musik und das Berufsjugendlichentum entschieden - das aber nie bereut.

Was machst du jetzt genau?
Ich bin Privatdozent für Philosophie an der Universität Tübingen und Wissenschaftlicher Assistent am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (FIPH). In Tübingen gebe ich Seminare. In Hannover arbeite ich an Forschungsprojekten und bin Redakteur des FIPH-Journals. Anfang April erscheint mein neues Buch »Die Verantwortung der Eliten. Eine Theorie der Gemeinwohlpflichten« beim Campus Verlag.

Wirst du von Studierenden auf deinen Blumfeld-Fame angesprochen?
Eher selten. Meist sind es Kollegen, die meinen Namen von den Platten kennen oder früher auf Konzerten waren. Ich freue mich nach wie vor, Teil einer Band gewesen zu sein, die einigen Menschen viel bedeutet.

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