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Black Sabbath provozieren Amerika

War Pig Bush

Black Sabbath bringen ihre alten Knochen doch noch mal in die Tabloids: Bei ihrer aktuellen Ozzfest-Show prangte Bush provokativ und unmissverständlich auf der Leinwand neben Hitler, während sie ihren Klassiker 'War Pigs' zum Besten gaben. Ein anderes Bush-Portrait zeigte den Präsidenten mit Clown
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Black Sabbath bringen ihre alten Knochen doch noch mal in die Tabloids: Bei ihrer aktuellen Ozzfest-Show prangte Bush provokativ und unmissverständlich auf der Leinwand neben Hitler, während sie ihren Klassiker 'War Pigs' zum Besten gaben. Ein anderes Bush-Portrait zeigte den Präsidenten mit Clownsnase vor dem so genannten "White House Circus". Und natürlich blieb dieses politische Holzhammer-Statement im gerade erst wieder durch Michael Moore aufgemischten Amerika nicht ohne Folgen - schon gar nicht in Zeiten des Wahlkampfes. Auch wenn Ozzy selber den amerikanischen Präsidenten für einen Idioten hält, musste er den eher konservativ gestimmten amerikanischen Metal-Fans Rechnung tragen und die deutliche Bildsprache aus der Show verbannen.

Und selbst Black-Sabbath-Drummer Bill Ward distanziert von der kontrovers diskutierten Screenings: "I wish to say this video structure does not represent my personal views towards President Bush. This video was made without my prior knowledge or consent."

Die Festival-Organisation weist ebenfalls jede Verantwortbarkeit oder Beteiligung an den aufrührerischen Bildern von sich: "The Ozzfest 'War Pigs' clip is a video montage of conflicts and war protests from the last century to today with stock footage secured from third parties. (…) The video is part of a musical performance and the images should not be taken out of context."

In einem Artikel am Mittwoch teilte die USA Today mit, dass die entsprechenden Bush-Einspieler nach heftigen Beschwerden entfernt wurden. Ein Ozzfest-Pressesprecher nennt das lieber Neueditierung des Video-Tapes. Angeblich haben die Visual Effekts zu stark von Black Sabbath und Frontmann Ozzy Osborne abgelenkt. Ganz bestimmt. Der besucht unterdessen schnell ein paar Freedom-Fighters zusammen mit Sharon im Walter Reed Army Medical Center. Mit denen unterhält er sich über tolle Tatoos und gut funktionierende "Bionic"-Prothesen. Und damit wären dann wieder alle Wogen geglättet und Black Sabbath umschiffen noch einmal glimpflich den US-Aussatz-Stempel "unpatriotisch".