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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Amore«

Wanda

Die Geschichte des 1990er-Phänomens Hamburger Schule ist geschrieben, alles als pdf abgespeichert, keine Änderungen von Hand mehr möglich. Übrig geblieben für die Annalen und die Bildbände (in Schwarz-Weiß natürlich) sind so Tocotronic und Blumfeld – und Frank Spilker mit Die Sterne. Punkt.
Geschrieben am
Was es außerdem an unfassbar Großartigem hinter und neben jenen Ikonen gab, wissen nur noch Eingeweihte. Dass es zum Beispiel eine Band namens Die Regierung gab, die mit ihrem furchtlosen (eben nicht) Deutschrock die Nische glühen ließ. Alles vergessen. 2014 aber nun eine neue Chance: Wanda aus Wien verstehen es auf ähnliche Art, Hemdsärmeligkeit und Verstörung zu mixen. Allein ihrer Herkunft halber ist Austropop (Ambros, Danzer, Fendrich) ebenfalls nicht fern. Es scheppert wie Def Leppard, doch Wandas Mackerpose findet sich dabei aufreizend gebrochen. Sehnsucht nach Sex mit der eigenen Cousine. Geilness und Untergang – für mich eine der aufregendsten deutschsprachigen Platten des Jahres. Wiener Schmäh inklusive. Wanda verhalten sich zu Revolverheld und Konsorten wie ein Fassbinder-Film zu Astro-TV. Knallt, knallt, knallt.

In drei Worten: 
Wien / Austropop / Knallt
Wanda »Amore« (Problembär / Rough Trade / VÖ 17.10.14)

Wanda

Amore

Release: 17.10.2014

℗ 2014 Problembär Records