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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Walls

An Horse

Nichts Neues, das aber solide. Die beiden australischen Wild-Pferdchen sind wieder da.
Geschrieben am

Schon wieder eine Platte der Grammatikfehler-Pferdchen? Ging ja schnell, könnte man meinen. Immerhin erschien das Debütalbum „Rearrange Beds“ erst vor einem Jahr in Deutschland. In Wahrheit arbeitete An Horse, das bescheidene und sympathische Duo aus dem fernen Brisbane, damals längst am Nachfolger des von Tegan And Sara geförderten Debütalbums. Deutschland war nur einfach mal wieder zu spät dran gewesen. Wer jetzt eine Perspektivenverschiebung fürchtet (oder sich erhofft), wird von „Walls“ eines Besseren belehrt: Das Album klingt wie eine konsequente Fortsetzung des auf Schlagzeug, Gitarre und Gesang reduzierten Vorgängers. Auf soundästhetische Inszenierungen, die die beiden auf der Bühne zu reproduzieren nicht imstande wären, oder größere Diversität wurde konsequent verzichtet. Im Ergebnis klingt diese Wiederholung erneut schön, bei aller Kurzweiligkeit in der Song-Anlage manchmal aber doch: etwas langweilig. Zumal die ganz großen Hymnen – ein zweites „Camp Out“ oder „Postcards“ – diesmal fehlen. Stattdessen gibt es viele qualitativ ähnliche Songs nach Pferdchen-Schema: Bollerschlagzeug und harmonische Noise-Gitarren-Riffs. Melodische Beziehungsdramen und Entfremdung in Aussie-Dialekt.

In drei Worten:   AUSSIE-INDIE/ GLEICHFÖRMIG / OKAY