×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Wallis Bird

Wallis Bird

Auf ihrem dritten Album verteilt die Irin sozialkritische Fußtritte – mal zärtlich, mal ungebremst. Aua, mein Arsch – aber schön!
Geschrieben am

Mit einem kühnen Sprung in den Betablocker-Zaubertrank hat sich Wallis Bird vom ADHS-Syndrom befreit. Verfügte die Irin bislang über eine unbezähmbar chaotische Energie an Gitarre und Stimmbändern, zärtelt sie auf ihrem dritten Album unvermutet emotional. Frei von Wut bleibt das trotzdem nicht. Auf »Wallis Bird« dealt die 29-Jährige mit den Missständen der modernen Gesellschaft.

Mal randalierend, mal sanft, mal voller Zorn, mal kurz vor der Resignation schmettert Bird ihre Songs und klingt dabei trotzdem so intim, als handele es sich um die persönliche Abrechnung mit allen Schweinehunden verflossener Beziehungen. »You don’t know shit, ain’t it better not to know it«, beschwört sie mit Worten, die keine Steine werfen und trotzdem an den Kopf treffen, um später im säuselnden Lullaby-Style »give me a little kiss on my lips« zu verlangen. Und anders als bei ihren Kolleginnen Marnie Stern und Kaki King kommt das virtuos-artistische Gitarrenspiel im Falle Wallis Bird ihrem berührenden Songwriting nicht in die Quere.

In drei Worten: Austoben / Abwinken / Weltretten