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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Von The Soundtrack Of Our Lives

Top 5: Unsere besten Momente

Die Schweden haben in den letzten zwei Dekaden zwischen China und Orlando quasi überall auf der Welt gespielt. Sänger Ebbot Lundberg nimmt uns mit auf eine Reise an die fünf eindrucksvollsten Orte.
Geschrieben am
Kairo, Ägypten
1997 reisten wir für den Videodreh zu »Mantra Slider« nach Kairo. Ein Freund führte uns in ein sehr armes Viertel, wo die Menschen anscheinend noch nie etwas von westlicher Rockmusik mitbekommen hatten. Es fühlte sich an, als seien wir direkt im 11. Jahrhundert gelandet. Als wir dann auf der Straße einen Song spielten, sind die Leute komplett ausgerastet. Ich fühlte mich wie eine Art ägyptischer Elvis. Leider ist uns der 16-mm-Film in der ägyptischen Hitze geschmolzen, und nur zwei Rollen haben überlebt.

Orust, Schweden
Seit 2001 spielen wir einmal jährlich in »Slussens Pension«, einem malerischen Hotel auf der Insel Orust nahe unserer Heimat Göteborg. Während eines Konzerts vor zwei Jahren tobte dort ein gewaltiges Unwetter, bei dem der Blitz einschlug und immer wieder für kurze Stromausfälle sorgte. Doch wir machten umso energischer weiter und ignorierten die Gefahr. Das Publikum war ganz schön verängstigt.

Meredith, Australien
Irgendwo im Nichts bei Melbourne liegt Meredith. Dort findet seit über 20 Jahren so etwas wie die australische Variante des Haldern-Pop-Festivals statt. 2006 trug ich eine komplett schwarze Robe und schwitzte erbärmlich. Während einer Stelle unserer Show ließen wir das ganze Publikum sich hinsetzen, ein einzelner Mann blieb stehen: Der große Bärtige war mein exaktes optisches Spiegelbild, allerdings vollkommen in Weiß gekleidet. Es war, als träfen zwei Pole derselben Person aufeinander.

Innere Mongolei, China
Neben zahlreichen chinesischen Bands und Tricky waren wir als Ko-Headliner eingeladen. Einige offenbar betrunkene Helfer holten uns am Flughafen ab und fuhren mit uns stundenlang durch die Einöde, bis wir auf einer riesigen brachliegenden Ebene ein altes Militärlager sahen, von dem das einzige Scheinwerferlicht weit und breit ausging. Es fühlte sich an, als seien wir direkt auf dem Mars gelandet.

Schottland
Bei einem Auftritt in Schottland vor wenigen Jahren war einer unserer Gitarristen eingeschlafen, kurz bevor wir auf die Bühne gingen. Er ist ein sehr eitler Mensch und achtet immer darauf, dass er gut aussieht, wenn er spielt, doch die Müdigkeit hatte ihn noch im Griff. Beim ersten Stück machte er einen Ausfallschritt zu weit nach vorne und fiel vom Bühnenrand. Der Anblick sorgte dafür, dass wir anderen die nächsten Minuten nichts außer lachen konnten.