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Negatron

Voivod

Lange war ungewiß, was nach dem Weggang von Sänger Dennis-Snake-Belanger aus den Franko-Kanadiern VOIVOD werden würde, machte sein Gesang doch zumindest ein Viertel der Unkonventionalität aus, die diese Band von jeher auszeichnete. Ersatz wurde in Eric Forrest gefunden, der ganz nebenbei auch die va
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Autor: intro.de

Lange war ungewiß, was nach dem Weggang von Sänger Dennis-Snake-Belanger aus den Franko-Kanadiern VOIVOD werden würde, machte sein Gesang doch zumindest ein Viertel der Unkonventionalität aus, die diese Band von jeher auszeichnete. Ersatz wurde in Eric Forrest gefunden, der ganz nebenbei auch die vakante Stelle des Bassisten übernahm. So ungewiß wie das Weiterbestehen der Band war sicherlich auch, welchen Weg sie nun mit neuer Formation einschlagen würden. 'Back to the roots' heißt die Formel, die für den neuen Longplayer als Marschroute gewählt wurde. Musik für zarte Gemüter hat diese Band noch nie gemacht. 'Negatron' geht in die Zeit zwischen 'RRRÖÖÖAAARRRR' und 'Killing Technologie' zurück. Wilde Trashorgien in typischer Manier, die kaum einmal Zeit zum Durchatmen lassen, bestimmen das neue Album. Mit dem dichtesten Sound, den VOIVOD jemals auf Tonträger haben bannen können, werden hier die Gehörgänge traktiert. Songs wie der geniale Opener 'Insekt' oder das siebenminütige 'Negatron' dürften selbst eingefleischte 'Die-Hard-Freaks' das Fürchten lehren. Der Gesang von Eric ist ebenso gewöhnungsbedürftig wie der seines Vorgängers, wobei man sich manchmal die Frage stellen muß, wie er das haßerfüllte Gewürge über eine Konzertdistanz durchhalten will. 'Nanoman' zu Beginn bietet - neben 'Cosmis Conspiray' - die einzige Gelegenheit zum Zurücklehnen, entwickelt sich dann aber zum unangefochtenen Hit des Albums. Einziges Manko der Produktion ist der oftmals zu weit nach hinten gemischte Gesang, ansonsten überzeugt 'Negatron' auf voller Länge.