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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Voyager«

Vitalic

Vitalics viertes Album »Voyager« besitzt eine enorme Spannbreite: Es reicht von minimalistischem bis hin zu großkotzigem Electro.
Geschrieben am
Pascal Arbez-Nicolas alias Vitalic produziert seit Mitte der 1990er elektronische Musik. Eine Zeitspanne, in der Techno erst Underground, dann Mainstream und schließlich wieder Techno war. Auch bei seinem vierten Album »Voyager« lässt er sich nicht von Trends beirren und bleibt dem French House treu, der ihn groß machte. »Levitation« ist elektronisch-abstrakt und erinnert an Boys Noize, ein minimalistischer Track wie »Hans Is Driving« erinnert hingegen an die Ursprünge der Elektronik in den 1980ern. Während besagte Titel in der ersten Hälfte des Albums wunderbar harmonieren, gibt es unter den zehn Tracks auch grenzwertige Stücke wie die Neo-Techno-Hymne »Lightspeed«, die wahlweise an Computerspiel-Soundtrack oder Ballermann erinnert. Mit dem Piano-Vorspiel auf »Eternity« greift Vitalic dann zu Kitsch-Gesten, die mit den chartstauglichen Vocals im Schlussstück »Don’t Leave Me Now« sogar noch gesteigert werden. Während »Voyager« mit seinem stilvollen French House noch gut gemeint anfängt, verliert sich der Sound des Albums in der zweiten Hälfte schnell in Synthesizer-Reizüberflutung.

Vitalic

Voyager

Release: 20.01.2017

℗ 2016 Clivage Music