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»Ecstatic Arrow«

Virginia Wing

Auf ihrem dritten Album finden Virginia Wing immer mehr zu einem eigenen Sound: Weiterhin experimentell, aber auch viel klarer als auf den Vorgängern ist ihr Psychedelic-Pop hypnotischer und geschliffener denn je.

Geschrieben am

Virginia Wing benannten sich nach der Mutter der US-Künstlerin Grace Slick, die ihre Sangeskarriere zugunsten ihres Gatten aufgab. Bei ihrem Debüt »Measures Of Joy« war die Band noch zu dritt, und keine Review kam ohne den unvermeidlichen Broadcast-Vergleich aus: Zu sehr erinnerte Alice Merida Richards’ Stimme an die der viel zu früh verstorbenen Trish Keenan, die sich gespensterhaft durch die versponnenen, wie verzaubert wirkenden Dream-Pop-Kraut-Synthie-Tracks zog. Nach dem Verlust ihres Schlagzeugers emanzipierten sich Virginia Wing von diesem Über-Vorbild, das Duo machte auf »Forward Constant Motion« einen deutlichen Schritt in Richtung Elektronik. Mit ihrem dritten Streich sind sie nun endgültig in ihrem eigenen Avantgarde-Kosmos angekommen, der zuweilen wie nicht von dieser Welt wirkt: Selten hat ein Saxofon so außerirdisch cool geklungen wie in »The Second Shift«, und selten hatte ein weiblicher Sprechgesang mehr überirdische Schönheit als in »The Female Genius«. Zwar findet man immer noch den Geist von Broadcast, Stereolab oder Nico in Virginia Wings Musik, doch dieser tanzt jetzt schemenhaft im Hintergrund, während das Duo im Vordergrund seine neuen, selbstbewusst schimmernden Songs präsentiert.

Virginia Wing

Ecstatic Arrow

Release: 08.06.2018

℗ 2018 Fire Records

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