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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»16 Colours«

Veto

Die dänische Electro-Liebhaberband Veto philosophiert auf ihrem ersten Album seit vier Jahren über 16 HTML-Farben und verliert sich dabei aus den Augen.
Geschrieben am
Wir bewegen uns ständig im Internet, das wissen wir, aber mal abgesehen von dem Vorsatz, im neuen Jahr lieber wieder öfter spazieren zu gehen: Wusstet ihr, dass die HTML-Programmierer unsere digitalen Ausflüge mit einer Palette von exakt 16 Farben illustrieren? Und interessiert euch das überhaupt? Weil aber nun Veto-Sänger Troels Abrahamsen glaubt, dass die Art, wie wir Farben sehen, auch die Art bestimmt, wie wir die Welt sehen (und das tun wir eben vornehmlich im Internet, so reiht sich in dieser kleinen Assoziationskette Glied an Glied), hat er mit seiner Band ein Album darüber aufgenommen. So weit, so gut.

Klanglich ist der Electro-Experimentalismus der Dänen zu mehr analogen Instrumenten zurückgekehrt, sie sprechen also über digitale Farben, aber sie spielen nicht mit ihnen. Sei’s drum: Die von Abrahamsen inmitten von Schwelgen und Klagen vorgetragenen Songs auf »16 Colours« wollen zwischen etwas zu wild durchmischtem Indie-Postpunk-Disco-Funk und all der Farben-Philosophie einfach zu viel, sodass sich die Lust, wenigstens inhaltlich mit einzusteigen, in überschaubaren Grenzen hält.

VETO

16 Colors

Release: 09.02.2018

℗ 2018 VETO ApS, Reset08